PP RPG: Zusammenfassung

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Nachtwandlerin
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Re: PP RPG: Zusammenfassung

Beitrag: #272 Nachtwandlerin
Sa 7. Nov 2015, 00:57

10. Finn/Miley
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(Geschrieben von Sweeney)

Wie jeden Morgen weckten Finn am nächsten Morgen die ersten Sonnenstrahlen, die diesmal durch die Zeltwand auf sein Gesicht schienen.
Verschlafen blinzelte erst ein paar Mal, bevor er sich an das Licht gewöhnt hatte und seine Augen daraufhin ganz öffnete.
Er hatte letzte Nacht nur maximal eine Stunde am Stück geschlafen, weil sein Kopf so voller ungeklärter Fragen gewesen war. Immer noch dachte er an die vergangene Nacht, doch er war einfach noch zu müde, um sich darüber jetzt den Kopf zu zerbrechen.
Gähnend schwang er die Beine aus dem Bett und fuhr einmal von vorne durch seine Haare. Miley würde ihn auslachen, wie jeden Morgen.
Finn drehte sich trotz klopfendem Herzen zu Evas Seite des Bettes, und entdeckte überrascht, dass diese leer war. //Wo ist sie hin?//
Er stand auf, streckte sich kurz und ging dann in den Hauptraum des Zeltes, um nachzusehen, ob sie vielleicht bei Miley schlief, entdeckte sie jedoch dann - eingepackt in ihre Bettdecke - auf dem Sofa tief und fest schlafend.
Um sie nicht zu wecken schlich er in die Küche und begann das Frühstück vorzubereiten. //Erstmal ein Kaffee//, dachte er bei sich, schnippste einmal kurz mit seinem Zauberstab und plopp stand eine Tasse voll brühend heißem Kaffee vor ihm. Finn lehnte sich an die Arbeitsfläche der Küche und nippte an dem kochendem Getränk. Er atmete ein paar Mal tief durch, und begann in aller Ruhe, seine Gedanken zu sortieren.
Eva hatte ihn geküsst. Es ist geschehen und nicht mehr rückgängig zu machen. Aber es zählte nicht wirklich als Kuss oder? //Sie hat keine zwei Sekunden meine Lippen berührt, warum beschäftigt mich das so?//, fragte er sich, während er noch einmal mit der freien Hand durch seine Haare wuselte, sodass sie sicherlich jetzt katastrophal aussahen.
//Wahrscheinlich wegen Ella//, schoss es ihm durch den Kopf und da wusste er, dass es stimmte. Obwohl er nicht mit ihr zusammen war, und noch nicht einmal auf dem Weg dahin, da er nicht wusste, was Ella von ihm hielt, fühlte er sich schrecklich, bei dem Gedanken daran, ein anderes Mädchen geküsst zu haben. Und sei es nur so kurz. Da waren Gefühle für Ella, definitiv. Und Eva?
Finn seufzte leise, während er seinen Kaffee zur Seite stellte und mit seinem Zauberstab mehrere Dinge, wie Butter oder Teller nach draußen auf den Tisch fliegen ließ. Das Wetter war traumhaft, also konnten sie draußen frühstücken.
//Wie spät ist es eigentlich?// Schnell sah Finn auf die Uhr, die über dem Herd hing, was ihn einen Moment von den Gedanken an Eva abhielt - halb acht.
//Okay, ist noch etwas früh, aber den Tisch kann man ja schonmal decken.//
Und dann war er sofort mit den Gedanken wieder bei Eva. //Wieso?//
Nachdem alles für ein Frühstück, inlusive Brötchen, auf dem Tisch vor dem Zelt stand, trat er, mit seinem Kaffe in der Hand, ins Wohnzimmer und betrachtete lange Zeit die immer noch schlafende Eva mit einem fragenden, intensiven Blick.
//Wieso verdammt?//
Als Eva plötzlich die Augen aufschlug, sah Finn sofort in eine andere Richtung. Sie sollte sich nicht beobachtet fühlen - obwohl er genau das die ganze Zeit getan hatte.
Er nippte noch einmal an seinem Kaffee, um irgendetwas zu tun zu haben, und merkte, dass seine Hand zitterte.
Eva band sich ihre langen Locken zusammen, und ging dann mit einem gemurmelten "Morgen." an ihm vorbei in die Küche.
"Morgen...", erwiderte Finn ebenso leise, als sie wieder an ihm vorbeirauschte, diesmal mit einem Glas Orangensaft in der Hand und auf dem Weg nach draußen. Er beobachtete, dass sie sich dort in eine Decke gewickelt auf einem Stuhl zusammenrollte, und sein Gehirn arbeitete in diesem Moment auf Hochtouren.
//Was soll ich machen? Einfach zu ihr gehen? Sie darauf ansprechen? So tun, als wäre nichts gewesen? Sie wird nicht darauf eingehen, bestimmt nicht. Das war nicht so, wie ich es mir einbilde...//
Schließlich entschied er sich, zu ihr zu gehen. Er konnte ihr nicht den ganzen Tag aus dem Weg gehen.
Also verließ er ebenfalls das Zelt und setzte sich ihr gegenüber, ohne sie ein einziges Mal anzusehen. Seine Finger umklammerten krampfhaft den Kaffeebecher und zitterten immer noch wie verrückt, was er jedoch versuchte, zu verbergen.
//Was ist mit mir los?//
Finn und Eva schwiegen sich eine lange Zeit an, während er immer noch ihrem Blick auswich und sich stattdessen darauf konzentrierte, ruhiger zu atmen und seine Hände zu beruhigen.
//Das kann echt nicht wahr sein!//
Plötzlich zuckte er zusammen, als er spürte, dass warme Hände sich über seine eiskalten legten. Für einen Moment schloss er die Augen, als er Evas Stimme hörte: "Finn, bitte rede mit mir oder sieh mich wenigstens an."
Er öffnete die Augen und sah, dass sie wieder weinte. So oft wie in den letzten Stunden hatte er sie noch nie weinen sehen. Das machte ihn ebenfalls traurig, und daher zog er seine Hände nicht vor ihren zurück und ließ die Berührung zu.
Sein Blick wanderte von ihren Händen wie in Zeitlupe herauf zu ihren Augen, und dann, ganz plötzlich, sah er sie so an, wie er sie noch nie angeblickt hatte. Nicht wie er eine Schwester ansehen würde...
Vollkommen durch den Wind bemühte er sich, den Blickkontakt nicht abbrechen zu lassen, um aus ihrem Blick deuten zu können, was sie wirklich fühlte, aber lange hielt er es nicht aus und er sah wieder auf ihre Hände.
"Was soll ich denn sagen?" Seine Stimme versagte, und ein vollkommenes Chaos begann sich in seinem Kopf auszubreiten.
"Ich weiß es nicht. Aber ich halte das nciht aus. Ich weiß, ich hätte sagen sollen, dass ich einen Fehler gemacht habe, aber es war kein Fehler. Finn, ich bin so verwirrt...", sagte Eva und Finn war in diesem Moment froh, dass er sie nicht mehr ansah. Sie hätte sofort gesehen, dass diese Worte ihn noch mehr aus dem Konzept brachten.
Und dennoch - langsam entspannten sich seine Finger unter ihren und auch sein Atem ging etwas ruhiger.
"Ich...", setzte er mit leiser Stimme an, stockte kurz und fuhr dann fort. "Ich weiß auch nicht, was im Moment mit mir los ist. Du weißt, dass ich Ella sehr gerne hab, aber das gestern war..." Er brach aprupt ab, weil er realisierte, wie dumm das klang.
"Ach, keine Ahnung...", sagte er und begann nervös mit seinen Fingern auf seiner Tasse herumzutrommeln, während Evas Hände immer noch auf seinen ruhte.
"Finn, was war das gestern?", fragte Eva und Finn schüttelte ganz leicht den Kopf, als würde das alles besser machen.
//Frag nicht, bitte. Ich kann dir nicht sagen, was das ist. Ich weiß es selber nicht.//, dachte er verzweifelt, als Eva ganz plötzlich ihre Hände zurückzog.
Im nächsten Moment wusste er, warum sie das getan hatte - Miley stand im Zelteingang.
Finn atmete scharf ein und warf dann seiner Schwester einen kurzen Blick zu, die gerade auf Evas vollkommen übertrieben fröhlichen Morgengruß antwortete: "Äh, klar. Bei euch alles okay? Hat Eva dich nicht aus dem Bett geschmissen?", erkundigte sich und Finn musste dann doch grinsen.
"Ja, alles in Ordnung", antwortete er zuerst und sah Eva nur ganz kurz an, bevor er sich wieder Miley zuwandte. Sein Lächeln war echt in diesem Moment. "Und nein, ich habe wohl eher Eva aus dem Bett geschmissen."
"Echt?" Miley lachte los und setzte sich neben ihn an den Tisch. "Wie das?"
"Sie ist aufgewacht und hat sich so erschrocken, dass sie rausgefallen ist. Wie geht es eigentlich deinem Kopf?", erkundigte Finn sich dann bei Eva und sah sie wieder an, diesmal länger als zuvor, aber immer noch lag Unsicherheit in seinem Blick.
"Ähm...", setzte Eva an, stockte kurz und fügte dann als Antwort auf seine Frage hinzu: "Also..meinem Kopf?.. Ja es geht so. Ich habe eine große Beule, aber meine Locken verbergen alles."
Plötzlich ertönte Ellas Stimme, und genauso plötzlich ordnete sich das Chaos in Finns Kopf. Als würde der alleinige Klang ihrer Stimme alles vergessen machen, oder wenigstens angenehm.
"Guten Morgen! Na, gut geschlafen?", rief sie ihnen von ihrem Zelteingang hinzu und sofort fuhr Finns Kopf herum, um sie ansehen zu können.
Erleichterung machte sich breit, als er sie sah. Ihre langen dunklen Locken, ihre großen Augen, ihr wundervolles Lächeln.
Er lächelte sie sanft an, damit sie sehen konnte, dass er mehr als dankbar war, dass sie da war.
"Hi, Ella!", sagte er und sah sie die ganze Zeit an, während sie zu ihnen herüberkam. "Ja, bei uns war alles okay. Hast du auch gut geschlafen?"
"Mh...Ja, schon. Ich bin nur etwas früh aufgewacht, aber das macht nichts.", antwortete Ella glücklich und ließ sich auf einen Stuhl sinken.
"Es ist alles schon gedeckt. Ein richtiges Luxusleben hat man hier.", ergänzte sie, während ihr Blick über den Frühstückstisch glitt.
Finn wollte sich gerade für das Kompliment bedanken, als Eva etwas sagte, was ihn mehr als überraschte. //Wie hat sie sich so gut im Griff?//
"Da musst du Finn danken, er hat das alles gemacht."
Finn lächelte Eva dankbar an.
"Naja, ist ja nicht viel gewesen", sagte er und wurde ein bisschen rot. "Zauberei ist was Tolles." Er grinste Ella verlegen an.
Zu Hause war es das Normalste der Welt, dass er Frühstück machte und so viel Lob für Selbstverständliches war er nicht gewohnt.
"Kann mir mal einer erklären, was hier abgeht?", fragte sie und zog eine Augenbraue fragend hoch, während sie die Arme vor der Brust verschränkte und erwartungsvoll von ihrer besten Freundin zu Finn sah.
Mileys Frage schockte Finn im ersten Moment so sehr, dass er nichts sagen konnte. Er saß einfach nur, in einer Schockstarre und dachte nur eins - 'Ella ist da. Aber sie darf nichts wissen.'
Als Eva begann herumzustottern, überlegte er fieberhaft, was er Ordentliches sagen konnte. Aber ihm fiel auf die Schnelle überhaupt gar nichts ein. Rein gar nichts. Was da gewesen war, was nicht. Was jetzt war, was nicht. Er wusste es selber nicht und daher konnte er auch nichts sagen.
"...es..ist...", sagte Eva gerade, als Finn von seinem Stuhl hochschoss, immer noch seine Tasse umklammernd. Er blickte keine der drei Mädchen an, sagte kein Wort und ging einfach.
Er wusste nicht wohin, aber hauptsache weg von hier. Das war jetzt das Einzige, was er machen konnte.
Kaum war er außer Sichtweite der anderen begann Finn zu laufen. Mit Kaffeetasse, Jogginhose und Schlabber-T-Shirt sah das bestimmt mehr als albern aus, aber das und auch alles andere war ihm in diesem Moment egal.
//Wie kann Miley nur so eine Frage stellen? Warum weiß sie überhaupt so viel?//
Mit aufgerissenen Augen lief er weiter, bis seine Augen vom kalten Wind in seinem Gesicht zu tränen begannen.
Und erst da hörte er leichte, sanfte Fußtritte etwas weiter hinter ihm. Er wandte sich um und bevor er sich fragen konnte, wer ihm folgte, erkannte er Ella.
Finn blieb stehen und wartete darauf, dass sie ihn eingeholt hatte.
"Ella", sagte er und sah sie an. Verzweiflung lag in seinem Blick und diesmal bemühte er sich nicht, das zu verbergen. Er fühlte sich schlecht, dass er sie, Eva und Miley gerade einfach hatte sitzen lassen. "Tut mir leid...", murmelte er, als sie bei ihm war. "Ist nur grad alles ein bisschen... komisch."
"Schon in Ordnung.", sagte Ella seelenruhig, und ihre Stimme beruhigte ihn selbst auch so weit, dass er begann, kontrollierter zu atmen.
"Wo willst du hin? Kann ich mitkommen?", fragte sie dann, als wäre es das Normalste überhaupt für sie, mit ihm zu gehen.
"Ich... ich weiß es nicht.", gab er ehrlich zu und zuckte hilflos die Schultern. "Ich wollte einfach nur da weg. Mileys Frage hat mich... ein bisschen aus dem Konzept gebracht." Finn versuchte ein Lächeln, was ihm sogar einigermaßen gelang, weil Ella ihm gegenüberstand.
"Sollen wir einfach was spazieren gehen?" Ja, das war es, was er wollte. Einfach weg von den anderen sein, mit Ella zusammen. "So wie gestern abend?"
Ella war offensichtlich begeistert von der Idee des Spazierengehens, und Finn war erleichtert, dass sie ihn jetzt nicht verließ.
"Vorrausgesetzt du bringst mich nichtmehr zum stolpern.", ergänzte sie noch, was ihn zum lächeln brachte.
"Wenn du das nicht willst, natürlich nicht", sagte er. "Aber dann verpasst du auch, ein zweites Mal vom weltbesten Schneewitchen-Fänger aufgefangen zu werden." Er lachte leise und sah sie von der Seite an.
"Bei Eva hat man sofort gemerkt, dass etwas nicht stimmt. Du hast es besser verborgen - oder es stört dich weniger.", sagte sie nachdenklich, als sie gemeinsam losgegangen waren.
Finn schwieg, und sein Lachen verschwand schlagartig von seinen Lippen. Was sollte er ihr erzählen? Er hatte sich gestern noch geschworen, ihr immer die Wahrheit zu sagen, aber jetzt, da seine Gefühle, sein Denken Kopf standen, konnte er nicht einfach so lässig darüber reden. Evas Gefühle oder das, was gestern zwischen ihnen beiden vorgefallen war, würde er niemandem erzählen. Nicht, bevor er sich nicht selbst über seine eigenen Gefühle im Klaren war.
"Ich kann nicht gut mit... mit schwierigen Situationen umgehen, wenn sie mich persönlich betreffen", wich er ihren Worten etwas aus. "Ich kann anderen gute Tips geben, wenn sie Probleme haben, aber meine eigenen habe ich nicht sehr gut im Griff." Er überlegte kurz, wie er fortfahren sollte. "Eigentlich bin ich nicht chaotisch, aber wenn es um meinen Gefühlskram geht, dann-"
Schlagartig brach er ab, denn er hatte sich zu Ella gewandt, um sie anzusehen, als er plötzlich ihre stark blutende, in eine Serviette eingewickelte Hand entdeckte.
"Was hast du da gemacht?", fragte er geschockt und griff nach ihrer verletzten Hand, um sich die Wunde anzusehen. "Geschnitten?" Er blickte ihr kurz in die Augen, und zog dann seinen dünnen Schal von seinem Hals, den er morgens immer trug, und begann ihn, sanft um ihre Hand zu binden. Verbände anlegen konnte er wirklich gut, Miley war jahrelang bei Verletzungen immer zu ihm gekommen, anstatt es ihrer Mum zu erzählen, um keinen Ärger zu kassieren.
"Ja. Es ist nicht so schlimm...Du hast mich abgelenkt und dann war das Brötchen eben zu Ende, dafür war meine Hand dran.", antwortete Ella, schulterzuckend, als wurde sie das alles einfach so locker wegstecken, während Finn ihre Hand verband. Es war ihm völlig egal, dass sein Schal voller Blut war.
"Aber der Schnitt ist egal. Wenn wir jetzt darüber reden, spüre ich es.", fügte sie dann doch noch hinzu und Finn nickte, immer noch konzentriert, ihr nicht unnötig weh zu tun, indem er den Schnitt berührte. "Natürlich, das muss ja höllisch brennen." Er sah sie kurz und besorgt an.
"Ich erwarte übrigens nicht, dass du es mir erzählst. Das war nur eine Vermutung. Nichts, worauf du dich hättest äußern müssen. Zumindest nicht so. Ich hatte eher erwartet, dass du so etwas wie ‚Eva kann nicht gut schauspielern’ oder ‚Mich stört es tatsächlich weniger’, sagst.", ging sie noch einmal auf seine vorherigen Worte ein, als Finn einen Knoten auf ihrem Handrücken mit den beiden Enden seines Schals machte, damit der Verband nicht wegrutschen konnte. "Sowas in der Art. Es war nur etwas, das mir aufgefallen ist."
"Das ist eben die Sache", versuchte Finn zu erklären, machte jedoch keine Anstalten loszugehen oder ihre verletzte Hand loszulassen. "Mich stört es nicht weniger. Aber ist ja jetzt vollkommen egal." Finn senkte den Blick wieder auf ihre Hand, die leicht zu pochen begonnen hatte.
"Trotzdem, noch eine Sache." Jetzt sah er sie wieder an und lächelte. "Bitte verletz dich nie mehr, und schon gar nicht wegen mir - versprich mir das." Jetzt wurde sein Lächeln breiter. "Oder ich muss Tag und Nacht auf dich aufpassen, und das willst du doch bestimmt nicht."
Ella senkte unsicher den Blick, während Finn sprach, antwortete ihm jedoch trotzdem: "Genau genommen war es ja meine Schuld. Wenn ich mich auf das Brötchen konzentriert hätte, wäre es nicht passiert. Also musst du dir darüber keine Gedanken machen..."
Dabei starrte sie, wie eben er, auf ihre verletzte Hand, die immer noch pochte.
Dann sah sie plötzlich auf und erwiderte sein Lächeln, was Finn fröhlich stimmte.
Ella war bei ihm und strahlte ihn an, das war das Einzige, was zählte.
"Du musst sowieso immer bei mir bleiben und auf mich aufpassen. Du bist mein Prinz!"
Ohne ein weiteres Wort ging sie wieder los und Finn ließ, völlig perplex, ihre Hand los und sah ihr hinterher.
//Hat sie das gerade wirklich gesagt? Sie will, dass ich bei ihr bleibe?//
Schnellen Schrittes schloss er wieder zu ihr auf und sah sie von der Seite an. Immer noch schien sie glücklich zu sein, und keine Spur von unterdrücktem Lachen war in ihren Augen zu erkennen. //Sie meint es ernst!//
Sein Kopf wollte nicht mehr vernünftig arbeiten, während er völlig benebelt von den Glücksgefühlen nur ein leises "Okay, ich bin dein Prinz." herausbrachte.
Eine Weile ging Finn schweigend neben ihr her, weil er einfach nicht wusste, was er auf so eine Aussage erwidern sollte.
Ella erwiderte nichts auf seine Worte, was ihn zuerst verunsicherte, aber er sah an ihrem Gesichtsausdruck, dass sie glücklich war. Fröhlich... über seine Aussage? Er wusste es nicht, konnte sie jedoch auch nicht einfach fragen.
Doch da veränderte sich Ellas Miene und er blickte sie stirnrunzelnd an.
"Heute ist das erste große Spiel...", sagte sie und klang dabei nachdenklich aber auch wieder etwas traurig. Finn nickte und hörte ihr weiter zu.
"Irland gegen Bulgarien, oder?" Sie warf ihm einen fragenden Blick zu und Finn antwortete: "Ja, das sind die Teams, die heute fliegen." Finn spürte, dass sie das Thema wechseln wollte, daher ging er darauf ein.
"Aber für welche Mannschaft bist du denn heute, Irland oder Bulgarien? Ist doch bestimmt für dich nicht leicht zu entscheiden." Gespannt sah er Ella an, die ja, wie er wusste, in Bulgarien geboren war, aber bei ihrer Tante in Irland lebte.
"Eigentlich müsste ich wohl sagen, dass ich für Bulgarien bin. Aber meine Mutter war immer für Irland und das habe ich übernommen...Sie kam ja aus Irland.", erklärte sie ihm und Finn hörte ihr interessiert zu. "Und mein Vater hat diesen Zauberersport nie verstanden." Sie lachte und auch Finn musste grinsen. Er konnte sich das gut vorstellen, für Nichtmagier war Quidditch wirklich mehr als schwer zu erklären.
"Er hat uns jedes mal angeschaut als ob wir Koboldogack sprechen! Und ich glaube das einzige was er je verstanden hat war, dass es auf Besen gespielt wird.", fuhr sie fort und Finn lachte los.
"Ja, kenne ich. Freunde von meinen Eltern sind auch Muggel, aber ihre Tochter kommt dieses Jahr nach Hogwarts, daher wissen sie von der Zaubererwelt. Die Kleine ist begeistert von Quidditch. Aber ihre Eltern verstehen nichts davon." Er grinste Ella an, als ihm plötzlich auffiel, dass er immer noch sein Schlafshirt trug und mit größter Sicherheit schrecklich aussah.
"Hast du was dagegen, wenn wir zurückgehen?", fragte er Ella. Der Gedanke an Eva und die Probleme waren durch den Spaziergang verflogen.
"Ich würd schon noch gern unter die Dusche springen und mir was anderes anziehen, bevor wir zum Spiel gehen."
"Oh! Natürlich.", stimmte Ella ihm zu und er drehte sich auf dem Absatz um. "Im Schlafanzug zu gehen wäre etwas seltsam. Außerdem solltest du die Tasse loswerden. Und deine Haare sehen schrecklich aus. Wollte ich nur mal gesagt haben." Sie lächelte und Finn wurde rot. Als sie dann noch durch seine Haare wuschelte, musste auch er verlegen grinsen.
"Stimmt schon. Hab das irgendwie verdrängt." Als Ella lachte, konnte er es sich auch nicht mehr verkneifen.
"Jetzt weiß ich auch, warum mich alle so komisch anstarren."
Und tatsächlich - als sie an einem Zelt etwa hundert Meter vor ihren vorbeikamen, starrte ein uralter Zauberer ungläubig auf Finns Shorts und das Schlafshirt. Dann rieb er sich die Augen und schüttelte den Kopf, während er vor sich hinmurmelte: "Es gibt Sachen... die gibt's gar nicht..."
Finn musste immer noch lachen, als sie an ihrem Zelt angekommen waren, doch als er sah, dass der Frühstückstisch leer geräumt war, kehrte die Erinnerung schlagartig zurück.
Die Erinnerung daran, warum er überhaupt gegangen war.
"Hey, Miley, Eva?", rief er zaghaft und trat ins Zelt, nicht ohne Ellas Hand zu nehmen und sie mitzuziehen. "Seid ihr da?"
Er entdeckte Eva auf dem Sofa und wich sofort ihrem Blick aus.
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I never minded being on my own
Then something broke in me and I wanted to go home
To be where you are

You never tell a girl you like her, it makes you look like an idiot."
from AVPM

I solemnly swear that I am up to no good.


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Re: PP RPG: Zusammenfassung

Beitrag: #273 Nachtwandlerin
Sa 7. Nov 2015, 00:59

11. Miley McAllister
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(Geschrieben von Sweeney)

Kaum hatte Miley ihre Frage ausgesprochen, saß sie auch schon prompt alleine am Frühstückstisch.
Finn war bei Evas Gestottere in Blitzgeschwindigkeit abgezogen und Ella war ihm gefolgt //Süß von ihr.// und Eva? Ja, Eva saß zwei Sekunden länger bei ihr, bevor sie ebenfalls mit den Worten "Lass mich bitte 10 Minuten in Ruhe" abzischte.
"Äääääh.... was?" Miley riss erschrocken die Augen auf und blickte sich verwirrt um. //Gut, ich habe jetzt zwei Alternativen - entweder frühstücke ich alleine und habe alle Brötchen für mich (oh, verlockend!) oder ich gehe mal nachsehen, wie's meiner besten Freundin geht, weil Ella ja nach Finn sieht.//
Mit einem tiefen Seufzen entschied Miley sich für die letztere Möglichkeit und folgte Eva, die ins Zelt gehuscht war.
Als sie ihre beste Freundin in der Küche auf dem Boden hocken und weinen sah, rutschte ihr das Herz in die Hose. Miley flog geradezu an ihre Seite, kniete sich neben sie und zog sie an sich.
"Was ist passiert?"
Evas Antwort ließ nicht lange auf sich warten, obwohl Miley ziemliche Schwierigkeiten hatte, ihre Worte zwischen den Schluchzern zu verstehen.
"Miley...ich glaube..ich habe mich in deinen Bruder verliebt." //Jaja... warte - WAAAAS???//
Wenn Eva nicht so fürchterlich weinen würde, hätte sie genau jetzt angefangen zu schreien. Aber sie beherrschte sich und hielt ihre Freundin einfach nur im Arm, während sie weitererzählte: "Als ich diese NAcht aufgewacht bin, da habe ich mir nicht nur den Kopf gestoßen, sondern ich habe auch noch Finn geküsst." //Nein, hast du nicht, verarsch mich nicht!// "Es war nur ein schlaf-gut Kuss. Doch dieser kurze Kuss hat gereicht, um mir zu zeigen was ich für ihn fühle. Ohh Miley..ich hatte ja keine Ahnung."
Miley schluckte. Eva meinte das ernst. Toternst.
Ihre beste Freundin hatte letzte Nacht ihren Bruder geküsst.
"Nee, beruhig dich erstmal", sagte sie immer noch zu ungläubig, um ihr irgendetwas abzunehmen. "Das war wirklich nur ein Gute-Nacht-Kuss und du bist nicht in ihn verliebt. Du stehst auf Sirius!" Langsam wurde Mileys Stimme hysterisch und hoch, als sie ahnte, dass Eva die Wahrheit sagte.
//Das kann nicht sein, nie im Leben!//
"Nein Miley. Ich bin in Finn vreliebt. O mein Gott, ich habe alles kaputt gemacht.", schluchzte Eva immer noch unter Tränen, während sie ihre Augen an Mileys Shirt abwischte, was diese nicht störte, da Eva schließlich ihre allerbeste Freundin war.
Die andere Sache dagegen störte sie dann doch.
//Eva und in Finn verliebt? Nee, man, geht gar nicht klar.//
Miley wollte ansetzen, und sie wieder trösten und ihr das freundlich wieder auszureden, aber da sah Eva auf und grinste sie an.
//Jetzt dreht sie wirklich durch.//
"Es tut mir Leid. Am besten ziehen wir uns erstmal was vernünftiges an und machen uns mal die Haare."
//Die Haare?? Ich glaub, ich hab grad en größeres Problem, als meine Haare! Und du auch!// Aber Miley sagte kein Wort und ihr Blick folgte nur Eva, die zu ihrem Schrank herübergegangen war und sich tatsächlich Klamotten zusammensuchte. "Was ziehst du denn an?", fragte sie und jetzt konnte Miley sich wirklich nicht mehr zusammenreißen.
Sie erhob sich ebenfalls und sagte trocken: "Ich geh so."
Dann ging sie erstmal in die Küche, um sich zu beruhigen. Schnell wuschelte sie sich durch die Haare und dachte nach.
Eva und Finn. Eva und Finn. Eva und Finn.
Immer wieder schossen ihr diese Gedanken durch den Kopf, aber dann kam ihr etwas anderes in den Sinn. Finn war nicht in Eva verliebt, das stand fest. Also musste sie sich keine Sorgen machen.
Oder doch?
Eva brauchte wie immer lange, bis sie fertig gestylt war, und erst dann kam sie zu Miley in die Küche.
//Mal gucken, welche Gefühlschwankung jetzt kommt. Zutiefst betrübt und himmelhoch jauchzend hatten wir ja bis gerade.//
"Miley", sagte sie, pflanzte sich neben die Spüle und fuhr dann fort: "Es tut mir leid. //Als ob.// Das wird nie wieder passieren. //Na klar, wenn Finn auf dich stehen würde, könntest du das Versprechen nicht halten.// Aber mach jetzt nicht den ganzen Tag so ein Gesicht. //Doch, mach ich.// Ich möchte das einfach nur vergessen, okay?"
Miley sah sie mit aufgerissenen Augen, als hätte ihre Freundin tatsächlich nicht mehr alle Tassen im Schrank. //Vergessen? Eben noch heult sie mich voll, und jetzt soll ich das vergessen?//
Aber Eva war noch nicht fertig: "Ach und zieh dir bitte etwas anderes an. Wir gehen gleich zum Spiel."
Miley traute ihren Ohren nicht mehr. Sie atmete tief durch um nicht einen Kommentar abzulassen, den sie sofort danach wieder bereuen würde.
"Jetzt mal ganz langsam!", sagte sie zähneknirschend aber bemüht ruhig. //Flipp jetzt nicht weg!//
"Du erzählst mir grad, dass du dich nicht nur in Finn verliebt hast, sondern auch schon mit ihm rumgemacht hast...." Sie neigte zu Übertreibungen, wenn sie auf hundertachtzig war. "... und jetzt tust du wieder so, als wäre alles totaaal normal und chillig! Was soll das?" Sie blitzte ihre Freundin an. "Und außerdem: Sag mir nicht, was ich anziehen soll und was nicht!"
Eva spürte anscheinend auch gerade, dass Miley leicht angesäuert war, denn sie bemühte sich, alles wieder etwas zu beruhigen und ins Lot zu bringen.
"Ich habe nicht mit ihm rumgemacht. //Sagt man dann...// Weißt du eigentlich wie schwer das für mich ist. Klar ist das auch Kacke für dich //Ach neee, echt?//, aber meine Gefühle spielen ja verrückt. Ich habe jetzt beschlossen nicht mehr daran zu denken. //Schön, dass du das beschlossen hast!// Und das gerade war nur ein kleines Tief von mir. //Achso, na dann.// Du hättest ja weiter frühstücken können."
"Jaaa, klaar, ich bleibe da seelenruhig sitzen, wenn mein Bruder fertig mit der Welt abzieht, nur weil ich ne Frage stelle und du ihn geküsst hast und frühstücke weiter, obwohl ich weiß, dass du weinst!", brüllte nun Miley doch. //Für was hält sie mich??//
Aber Eva fuhr fort und fuchtelte wie wild mit ihren Händen durch die Gegend; wie immer, wenn sie sich bemühte, nicht auszurasten: "Du willst doch bestimmt auch nicht nur darüber reden... und du solltest dir wirklich was anziehen. Meine Tränen auf deinem Shirt sehen schrecklich aus. Üh!!!"
"Natürlich will ich mit dir darüber reden!" Immer noch war Miley stinksauer. "Ich will's dir ausreden! Finn ist nichts für dich, wirklich! Und..." Verzweifelt rang sie nach Worten. "Und außerdem ist er mein Bruder!" Das war ein Grund, definitiv.
"Eva, ich bitte dich!" Miley dachte in diesem Moment nicht daran, sich etwas anderes anzuziehen. "Er steht auf Ella, siehst du das nicht? Du machst dich selber kaputt, wenn du diese... diese Gefühle weiter zulässt! Finn ist tabu, echt!" Miley sah ihre Freundin mit bittendem Blick an, ihre Wut war jetzt beinahe verflogen.
"Ich weiß, dass er auf Ella steht. //Klang grad nicht so.// Ich bin doch nicht blind. //Äh doch.// Aber meinst du wirklich ich habe das extra gemacht? //Nein, aber trotzdem!// Ich konnte mir das nicht aussuchen. So ist es halt. //Super. Einfach mal hinnehmen, dass man in Finn verknallt ist.// Und... ich habe nicht vor meine Gefühle für ihn weiter zuzulassen. Wenn du mir mal zugehört hättest, dann wüsstest du das auch."
"Ich hab dir zugehört!", empörte sich Miley uns stemmte ihre Hände in die Hüften. //Also bitte!//
"Ich versuche mich ihm gegenüber wieder ganz normal zu verhalten."
Mileys Blick wurde bei ihren letzten Worten weich. Sie wusste nur zu gut, wie schwierig es war, sich gegenüber der Person, in die man verliebt ist, normal zu verhalten. Sie dachte an ihr Verhalten, wenn Philip in der Nähe war und ein kalter Schauer lief ihr über den Rücken.
"Meinst du, du kriegst das in den Griff?", fragte sie zaghaft und leiser als zuvor. "Es ist nicht leicht... Und außerdem - ureigentlich willst du's gar nicht vergessen oder?" Sie stellte diese Frage und erwartete eine aufrichtige Antwort von ihrer Freundin.
Wenn sie wirklich versuchen würde, diese Sache zu vergessen, war Miley beruhigt.
Aber falls nicht, hatten sie wirklich alle ein Problem - inklusive Finn und Ella.
"Ich weiß es nicht.", sagte Eva. Miley war klar gewesen, dass sie das sagen würde.
Natürlich konnte sie das nicht einfach so ungeschehen machen oder aus ihrem Gedächtnis streichen. Und als sie die nächsten Worte ihrer besten Freundin hörte, war auch ihr nach Heulen zumute.
"Ich hoffe mal, ich kann so normal wie möglich sein. Aber du hast recht. Ich möchte es nicht wirklich vergessen. Du möchtest Philip doch auch nicht vergessen oder?"
Miley senkte ihren Blick und sagte erst nichts. Der Gedanke an Philip, den sie jetzt wieder jeden Tag in Hogwarts sehen würde, machte sie fertig. //Ich red mit ihm.//, entschloss sie, wusste aber, dass sie es sowieso nicht tun würde, sobald sie vor ihm stand.
Miley seufzte und nickte dann. "Verstehe ich. Aber dir muss klar sein, dass es nicht funktioniert. Natürlich ist es Finns Sache, mit wem er zusammen sein will, aber ich kenne ihn und sehe, was er will. Jedenfalls im Moment ist das Ella." Sie zuckte die Schultern. "Da ist nichts dran zu rütteln. Also lauf ihm nicht hinterher okay?" Sie blickte Eva lange in die Augen. "Und mach auch nichts zwischen ihm und Ella kaputt. Bitte."
"Ich werde ihm nicht hinterlaufen. Aber Miley da ist etwas zwischen uns. //Nein, da ist gar nichts!// Ich kann nicht genau sagen was. Aber beim Frühstück da hat er mich ganz anders angesehen und..."
"Hör auf!", rief Miley dazwischen und hatte den Drang, sich die Ohren zuzuhalten.
Wenn Eva ihr das Gleiche jetzt mit Sirius oder sonst einem Jungen erzählt hätte, würden sie jetzt jede einzelne Bewegung dieses Kerls analysieren und überlegen, was das alles zu bedeuten hatte. Aber bei Finn wollte sie so etwas nicht hören. Nicht bei Finn und Eva...
"Okay Miley. Ich halte mich aus der Finn-Ella-Sache raus.", fügte Eva noch hinzu und Miley nickte heftig.
"Wenn man verliebt ist, werden irgendwelche Mimiken und Gestiken sofort überbewertet. Er reicht dir die Milch und du denkst, er ist besorgt, dass du nicht genügend Flüssigkeit zu dir nimmst und du austrocknest! Oder er lächelt dich an und..." Miley brach ab und schüttelte den Kopf. "Da war ganz bestimmt nichts!" //Da darf nichts gewesen sein!//
"Klär das mit ihm, bitte! Gleich, sofort, wenn er zurück ist!" Sie sah ihre Freundin flehend an. "Er wird sich dann auch bemühen, dir aus dem Weg zu gehen. Dann ist es leichter für dich."
Eva stimmte ihr nickend zu und sagte dann: "Ja, ich wollte eh mit ihm reden. //Gut...// Das solltest du auch mal machen. Also mit Philip meine ich."
Miley sah ihre Freundin mit großen Augen an. "Wie kommst du jetzt auf Phil?"
Aber eigentlich wollte sie in diesem Moment nicht über ihn reden. Die Situation war schon ätzend genug, da konnte sie keinen Gedanken an Philip gebrauchen.
"Ist auch egal, ich geh duschen." Und schon verschwand sie in Finns Zimmer, um sich ihre Klamotten zusammenzusuchen.
//Oh. Mein. Gott.//, dachte sie die ganze Zeit und atmete tief durch. //Scheiße man! Wieso passiert das ausgerechnet jetzt?/
Miley strich sich ihre klitschnassen Haare aus dem Gesicht und wrung (heißt das so?) sie schnell aus, als sie die Dusche abgestellt hatte. Sie wickelte sich ein Handtuch um und tat das Gleiche mit ihren Haaren, als sie plötzlich Finns Stimme hörte: "Hey, Miley, Eva? Seid ihr da?"
//Herzlichen Glückwunsch...//
"Ja, sind wir!", rief Miley betont fröhlich zurück. "Ich bin gleich auch da."
Dann zog sie sich in Lichtgeschwindigkeit ihre Klamotten für den Tag an, ein knallgrünes Top, eine Röhrenjeans und Chucks und föhnte ihre blonde Mähne in Windeseile, um so schnell wie möglich zu den anderen zu kommen.
//Bloß Eva nicht zu lange mit Finn und Ella alleine lassen!//
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I never minded being on my own
Then something broke in me and I wanted to go home
To be where you are

You never tell a girl you like her, it makes you look like an idiot."
from AVPM

I solemnly swear that I am up to no good.


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Re: PP RPG: Zusammenfassung

Beitrag: #274 Nachtwandlerin
Sa 7. Nov 2015, 01:01

12. Finn McAllister
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(Geschrieben von Sweeney)

Ella begrüßte Eva freundlich, doch von ihr kam nur ein tonloses "Ja, ich glaube man sieht es.".
Finn spürte, dass Ella sich automatisch etwas hinter ihn stellte, und konnte das gut verstehen - wenn Eva schlechte Laune hatte, ging man ihr am besten aus dem Weg.
Er hörte, dass Miley aus dem Badezimmer rief, dass sie gleich fertig sei und Finn war froh darüber. Erstens konnte er dann auch duschen gehen und zweitens war Ella dann nicht alleine.
"Hab ich was falsch gemacht?", fragte Ella unsicher, und Finn schüttelte schnell den Kopf. "Nein, auf gar keinen Fall. Es ist alles in Ordnung." Er schenkte ihr ein Lächeln.
"Ach Finn, könntest du nachher mal zu mir kommen? Nur wenn du Zeit hast.", fragte Eva dann plötzlich und er sah ihr fragend hinterher. //Warum?//
Aber er sagte nur "Okay, ich hab jetzt Zeit.", als er hörte, dass Miley zu ihnen herüberkam.
Er ließ widerwillig Ellas Hand los, lächelte sie ein letztes Mal an und folgte dann Eva.
"Ja? Was ist los?"
Als er hereintrat, sah er, dass Eva auf dem Bett saß. Sie hob den Kopf, als sie bemerkte, dass er da war.
"Also. Ich nehme mal an, du möchtest dich nicht setzen. Ist ja auch egal. Ich wollte dich nur fragen, ob du nachher mal mit mir spazieren gehen möchtest? Ich will das klären."
Finn war nicht sicher, was er darauf sagen sollte, aber er wusste, dass er sich - vollkommen alleine mit ihr - unsicher fühlen würde.
Sie legte ihren Kopf schief und sah ihn fragend an.
Dann seufzte Finn und nickte. "Alles klar." //Es ist wichtig. Also reiß dich zusammen.// "Ich geh schnell duschen, dann können wir los. Ist ja noch ein bisschen hin, bis zum Spiel."
Er verließ das Zimmer und sah, dass Miley sich mit Ella unterhielt. Finn lächelte seine Schwester dankbar an und strahlte dann Ella zu, bevor er im Bad verschwand.
Nach der Dusche fühlte er sich tausendmal besser. Er zog ein frisches dunkelblaues T-Shirt und eine Jeans an, föhnte schnell seine Haare, dass sie wieder einigermaßen gut aussahen, und kehrte dann ins Wohnzimmer zurück.
Tief durchatmend sagte er, jedoch immer noch mit zitternder Stimme: "Eva, ich bin fertig."
Eva ging an ihm vorbei aus dem Zelt und Finn folgte ihr, nicht ohne Ella ein letztes Lächeln zuzuwerfen.
Eva schlug den Weg in Richtung Wald ein, sodass sie bald vollkommen alleine waren.
Vor lauter Nervosität steckte er die Hände in die Hosentaschen und bemühte sich, Eva nicht zu berühren.
Sie schwieg, während sie gingen, sagte kein Wort. Auch Finn war sich zunächst nicht sicher, was er sagen sollte, aber dann riss er sich zusammen und begann einfach. //So schwer kann das ja nicht sein!//
"Eva, wegen letzter Nacht... tut mir Leid, dass es so gekommen ist..."
Doch dann versagte seine Stimme.
//Zusammenreißen!//
Bevor er noch etwas hinzufügen konnte, stand Eva vor ihm, zog sein Gesicht zu sich und küsste ihn.
Finn war zu überrascht, um zu reagieren und spürte zunächst nur, wie sie ihre Lippen auf seine presste. Es fühlte sich an, als wollte sie ihn nie wieder loslassen, so krampfhaft bohrten sich ihre Finger in seine Wangen. So fest, dass es bereits weh tat.
Doch er machte keine Anstalten, sie von sich zu drücken, das konnte er ihr nicht antun.
Fieberhaft versuchte er, einen klaren Gedanken zu fassen, während sie ihn immer näher an sich zog.
Immer noch steckten seine Hände in den Hosentaschen, denn er hatte Angst, dass sie unnütz durch die Gegend schlackern würden, falls er sie herausholte.
Aber da war kein klarer Gedanke. Da würde nie einer sein…
Finn schob plötzlich seinen Kopf zur Seite, sodass ihre Lippen nur noch seine Wange berührten.
„Eva, nicht…“, flüsterte er.
Anstatt zurückzuweichen, kam Eva näher. Doch überraschenderweise war ihm das nicht unangenehm. Er blieb auf der Stelle stehen, während ihre Lippen an seinem Ohr entlang strichen, und sie mit einer Hand langsam durch seine Haare fuhr und sie dann in seinem Nacken ruhen ließ.
„Schhschh, es ist okay.“, flüsterte sie, und ihre Lippen suchten wieder seine.
Finn wehrte sich nicht, ließ es zu, dass Eva ihn wieder küsste. Nein, sie küsste nicht ihn – sie küssten sich. Er spürte, dass seine Lippen nicht mehr nur einfach auf ihren lagen, sondern sich vorsichtig an sie schmiegten.
Erst vorsichtig, und dann drehte er seinen Kopf wieder zu ihr und konnte einfach nicht mehr anders. Finn nahm die Hände aus seinen Taschen, presste die eine an Evas untere Rückenhälfte, sodass sie noch näher bei ihm war und strich mit der anderen durch ihre Haare.
Als Eva ihre Hände in seinen Nacken legte, konnte er selbst nicht nah genug bei ihr sein. Daher suchte er mit der Hand am Rücken nach dem Bund ihres Shirts und fuhr darunter. Seine glühenden Finger berührten ihren, im Gegensatz dazu, eiskalten Rücken und er spürte, dass sie bei der ersten Berührung zusammenzuckte.
In diesem Augenblick war da nur noch Eva, die ihn wollte. Und er wollte sie.
Seine Finger verkrampften sich auf ihrem Rücken, sodass sie vielleicht etwas zu fest über ihre Haut kratzten.
Doch dann schoss ihm ein Gedanke in den Sinn.
//Ella.//
Als seine Finger über ihre Haut fuhren, zuckte sie zusammen, drückte ihn etwas von sich, sodass sie etwas sagen konnte.
"Aua und... W-O-W."
Finn lächelte ganz leicht und zaghaft, sah sie aber nur kurz an und dann zu Boden. Immer noch lagen seine Finger auf ihrer Haut, aber schnell zog er sie dann zurück.
//Was habe ich gemacht?//
"Also ich habe ja mit ALLEM gerechtnet, aber damit definitv nicht. Wow Finn. Das war...WAHNSINN !"
//Naja, geht...// In diesem Moment hätte er sich selbst ohrfeigen können. Was war nur mit ihm los? Er konnte doch nicht einfach... doch, er hatte gekonnt, und musste jetzt die Konsequenzen dafür tragen.
Sein kompletter Kopf war im Augenblick nur mit einem einizgen Namen gefüllt - Ella. Immer wieder Ella.
Er küsste Eva und da war Ella.
Finn zuckte zurück, als er plötzlich spürte, dass Eva seine Wangen berührte.
"Tut das weh? Oh sorry." Erst jetzt merkte er, dass Evas Fingernägel brennende Striemen auf seiner Haut hinerlassen hatten.
"Ja, aber es ist nicht so schlimm", sagte er, immer noch ihrem Blick ausweichend. Wahrscheinlich konnte er ihr nie wieder in die Augen sehen.
Auch nicht Miley.
Nicht Ella.
"Wir... wir müssen zurück..." Finn war völlig durch den Wind und legte sich die Hände an die Schläfen, dem Drang widerstehend die Augen zu schließen.
Dann fiel ihm doch etwas ein. "Hab ich dir eben weh getan?" Langsam sah er sie von unten herauf an.
Eva zeigte ihm die Striemen, die seine Fingernägel auf ihrem Rücken hinterlassen hatten, und Finn musste daraufhin schlucken. //Das war ich?//
Immer noch konnte er nichts sagen, und hörte Evas Worte nur von Weitem. "Das geht schon. Ich hab da so ein Heilmittel. Danach werden nur noch rote Streifen zu sehen sein. Keiner wird etwas merken."
Finn nickte und als Eva ihren Zauberstab auf sein Gesicht richtete, spürte er ein angenehmes Kribbeln auf seine Haut, wo die Kratzer gewesen waren.
Dann drehte sie sich um, und deutete wieder auf ihre Striemen.
"So,jetzt musst du nur noch mir helfen."
"Ähm... natürlich." Finn zog seinen Zauberstab aus der Tasche, murmelte "Episkey." und beobachtete dann, wie langsam die roten Kratzer bis auf ein Minimales reduziert wurden.
"Okay... ich denke, wir sollten..." Finn deutete auf den Weg, den sie gekommen waren und ging zaghaft los. Er wollte Eva eigentlich nicht einfach so stehen lassen, aber noch länger hielt er es nicht aus, einfach so herumzustehen.
Weit kam Finn nicht, denn Eva hatte ihn mit schnellen Schritten wieder eingeholt.
"Hey, wir haben nichts geklärt. Was war das gerade? Finn ich muss das wissen. Du willst was von Ella. Okay verstehe ich, aber warum hast du mich auch geküsst? Warum hast du mir deine Nägel in der Rücken gerammt? Ich verstehe das nicht.", sagte sie und Finn bemühte sich, all ihre Worte zu verstehen. Er konzentrierte sich, blieb stehen, als sie an seinem Shirt zog und drehte sich zu ihr um.
Eva warf ihm einen fragenden Blick zu, trat dann jedoch zurück, während sie beteuerte, Sicherheitsabstand zu halten. Wäre die Situation nicht so ernst gewesen, hätte Finn über ihre Worte gelacht.
Jetzt jedoch hatte er sich wieder gesammelt und blickte sie ernst an.
"Eva, das war ein... Ausrutscher, der nie hätte passieren dürfen." Seine Stimme war ernst und klar. "Es war nicht so geplant, nichts war so geplant, wie es gerade gekommen ist." Er überlegte kurz. "Und ja, ich habe Gefühle für Ella. //Bitte, sei nicht zu traurig!// Dass ich den Kuss erwidert habe, tut mir mehr als Leid", schloss er, brach den Blickkontakt jedoch nicht ab.
"Es würde nicht funktionieren, Eva. Wirklich nicht. Vertrau mir nur dieses eine Mal."
"Ach, es tut dir Leid? Mir tut es nicht Leid. Du denkst an alle möglichen Gefühle, Finn. Nur nicht an meine. Du küsst mich und dann sagst du 'Oh, das hätte nicht passieren dürfen' und so weiter. Ich habe die Nase gestrichen voll. Tu mir das nie wieder an. Hörst du.", brüllte Eva auf einmal los und Finn schrak zurück. Damit hatte er jetzt gar nicht gerechnet.
"Eva, bitte, beruhig dich!", versuchte Finn, doch sie bekam sich einfach nicht mehr ein. Sie begann gegen seinen Oberkörper zu schlagen, was nicht wirklich weh tat - wahrscheinlich taten ihre Handknöchel danach mehr weh, als seine Brust - aber sie sollte das nicht tun.
Wieder liefen ihr Tränen über die Wangen und diesmal konnte Finn vollkommen nachvollziehen, warum. Er hatte sie verletzt, er hatte Scheiße gebaut.
Ohne Frage, es war sein Fehler gewesen, denn er hätte nicht auf ihren Kuss eingehen müssen.
//Hätte, hätte//, dachte Finn sarkastisch. //Jetzt ist's zu spät.//
"Und ja, wir würden nie zusammen passen!", schrie Eva und boxte immer noch mit voller Kraft gegen ihn. Da nahm er ihre Handgelenke in seine Hände und hielt sie fest.
Eva wehrte sich, so sehr sie konnte, aber natürlich war Finn stärker. Er zog sie an sich und schlang seine Arme um sie, obwohl sie das nicht wollte - wie er das immer bei Miley gemacht hatte, wenn sie geweint hatte - und wartete darauf, dass sie sich nicht mehr wehrte.
"Schsch...", machte er und stand still, während sie an ihn gedrückt weinte.
Eva weinte lange Zeit an ihn gedrückt. Ihre Arme baumelten hinter seinem Rücken und dann flüsterte sie unter Schluchzern: "Es tut so weh"
Finn wusste nicht, was er darauf erwidern sollte. Er konnte sich in diesem Moment nicht annähernd vorstellen, wie sie sich fühlen musste. Natürlich ging es ihm auch nicht gut, aber das, was sie fühlte, war etwas anderes. Etwas, das nur jemand verstand, der unglücklich verliebt war...
"Ich will nicht in dich verliebt sein. Bitte mach das es aufhört."
Finn seufzte ganz leise, dass sie es nur daran merken konnte, weil sich seine Brust etwas mehr hebte, als beim normalen Atmen.
"Ich kann nicht machen, dass es aufhört, Eva.", sagte er aufrichtig. "Aber glaub mir, es wird besser. Ich gehe dir aus dem Weg, wenn du das willst. Dann ist es einfacher."
Er legte seinen Kopf auf ihre lockige Haarmähne und wartete darauf, dass sie ihn von selbst losließ, es war ihre Entscheidung in diesem Moment.
"Ich möchte nicht, dass du mir aus dem Weg gehst. Es soll so sein wie immer. Das ist auch für Miley am einfachsten.", sagte Eva ruhiger, aber immer noch weinend, und Finn nickte.
"Wie du das willst.", sagte er leise und ließ es zu, dass Eva ihre Arme um seinen Rücken schlang und ihn fest an sich drückte.
Sie schluchzte ein letztes Mal auf, drückte ihn von sich weg - nicht bevor sie ihm einen leichten Kuss auf den Hals gehaucht hatte - und sagte: "Lass uns gehen. Ich glaube das Spiel wird mich ablenken."
Bereitwillig ließ er sie sofort los und sah sie besorgt an. Doch er sagte kein Wort über ihr Befinden, nickte stattdessen und setzte seinen Weg zurück wieder fort, diesmal mit ihr zusammen.
"Das Spiel wird cool", versuchte er ein lockeres Gesrpäch zu beginnen, wusste aber, als er die Worte aussprach, dass es sinnlos war.
Da kamen aber auch Gott sei Dank schon ihre Zelte in Sichtweite und Finn ging schneller.
Als er Ellas Stimme hörte, blieb ihm fast das Herz stehen. "Hallo? Jemand hier?"
Sie stand im Zelteingang von Evas Zelt. Finn ging schnell zu ihr, schlich sich die letzten Meter an und piekte ihr leicht in die Seiten. "Hey, ich bin hier.", sagte er und versuchte sich an einem Lächeln, was ihm gründlich misslang.
Ella schien sich wirklich erschrocken zu haben, denn sie schrie kurz auf und drehte sich erst dann zu Finn um. Sie strahlte ihn glücklich an, als sie ihn erblickte und sagte ihm "Hi."
Eva war wortlos an ihnen vorbei ins Zelt gegangen, und Finn vermutete, dass sie zu Miley ging, damit seine Schwester sie trösten konnte, aber weit gefehlt: Sekunden später kam sie wieder mit den Worten "Ich bin bei Sirius, James und Remus. Wir sehen uns beim Spiel." heraus.
Finn wunderte sich, dass Eva ausgerechnet zu den Dreien jetzt ging, aber irgendwie hätte er jede Reaktion von ihr verstanden, nachdem was eben vorgefallen war.
Er wandte sich wieder Ella zu, die plötzlich über seine Wange strich. Finn brauchte einen Moment, um zu realisieren, warum sie das tat, aber als es ihm klar wurde, zuckte er zurück.
"Was ist passiert? Bist du irgendwo hingefallen?", fragte sie besorgt und Finn schüttelte den Kopf, ohne sie anzusehen. "Waren ein paar Äste im Weg", murmelte er zögerlich. Er war ein erbärmlicher Schauspieler.
Seufzend sah er sie wieder an und lächelte sie schief an. "Aber halb so wild."
Da hörte er plötzlich Mileys Stimme von der Küche.
"Ach, seid ihr wieder da? Wo ist Eva?" Sie trat zu ihnen.
"Sie ist bei Sirius, James und Remus", erklärte Finn und lächelte Miley an.
Doch die sah sofort, dass noch immer nichts stimme. Sie kannte ihn zu gut, und außerdem log er katastrophal - ganz im Gegensatz zu ihr.
Stirnrunzelnd sah sie ihn an, fragte jedoch nichts. Nicht jetzt, wo Ella dabei war.
"Warum hat sie mich nicht mitgenommen?", fragte sie daher vollkommen locker. "Sie weiß, dass ich Phil gerne 'Guten Morgen' gesagt hätte."
“Geh ihr doch nach. Allzu weit kann sie noch nicht sein.", schlug Ella vor.
"Ja, ich werd den Weg zu den Dreien wohl finden.", sagte sie und strahlte erst Ella und dann Finn an, bevor sie aus dem Zelt tänzelte. Dabei warf sie ihrem Bruder einen ernsten Blick zu.
Als Miley weg war, hob Ella seinen Schal hoch und zeigte ihn Finn. Er erkannte sofort, dass sie ihn gewaschen hatte und die blassen Flecken, die immer noch darauf waren, störten ihn nicht. Es war schließlich Ellas Blut.
"Ich hab ihn gewaschen. Aber mein Blut hat trotzdem noch leichte Spuren hinterlassen. Entschuldigung. Vielleicht geht es ja mit der Zeit raus." Sie lächelte zaghaft, und Finn erwiderte es.
"Ach was, ich kann mir auch notfalls einen neuen kaufen", sagte er und winkte ab. "Viel wichtiger ist die Frage, wie es deiner Hand geht." Er hob ihre, nun säuberlich verbundene, Hand an und betrachtete sie.
Aber Ella war wohl Evas komisches Verhalten auch aufgefallen, denn sie sagte nach einer kurzen Pause: "Die Sache ist wohl nicht wirklich geklärt. Zumindest nehme ich das wegen Eva's Verhalten an..."
Finn sah ihr wieder ins Gesicht, aber diesmal brachte er kein noch so winziges Lächeln über die Lippen.
//Ich kann's dir nicht sagen.//
"Nein, nicht wirklich", gab Finn zu und ließ sanft ihre Hand wieder los. "Ich hab Mist gebaut, und Eva geht es nicht gut deswegen. Aber ich mach das irgendwie wieder gut. //Wenn ich's schaffe.// Bis dahin müssen wir eben etwas auf Abstand gehen."
"Schade.", sagte Ella und Finn seufzte. "Allerdings."
Sie ging zum Sofa herüber und setzte sich, während sie weitersprach: "Ich hatte gehofft, dass jetzt alles wieder okay ist. Oder zumindest ein bisschen besser."
"Ich auch", antwortete Finn und schnippste kurz mit seinem Zauberstab, murmelte "Accio O-Saft-Glas." und schon hielt er ein Glas mit gelber Flüssigkeit in der Hand.
Ella erzählte ihm, dass ihre Hand nur dann wehtat, wenn sie daran dachte und Finn grinste leicht. "Okay, ich werde dich niiieee mehr daran erinnern." Dann gesellte er sich zu ihr, setzte sich in die andere Ecke des Sofas und zog die Beine an, sodass er seinen Kopf darauf ablegen konnte.
"Willst du auch eins?" Finn deutete auf das Glas in seiner Hand, bevor er daran probierte. Erst jetzt merkte er, wie durstig er eigentlich war und mit einem Zug war das Glas leer.
Ella erzählte ihm, dass sie gerade etwas getrunken hatte, und lachte, als sie sah, dass Finn sein Glas sofort leerte: "Möchtest du vielleicht noch was?"
Finn stimmte in ihr Lachen ein und betrachtete das leere Glas. "Nein, ich glaub nicht."
Er grinste sie an und sah dann auf die Uhr. "Oh schon kurz nach neun", stellte er fest, und ließ dann nebenbei sein Glas zurück in die Küche fliegen, indem er es mit seinem Zauberstab dirigierte.
"Wie hast du eigentlich nebenan geschlafen? Ich habe mir ein bisschen Sorgen um mein Schneewitchen gemacht.", sagte er und lächelte leicht. "Ein böser Wolf aus einem anderen Märchen hätte dich angreifen können und ich hätte es vielleicht nicht mitbekommen, um dich rechtzeitig zu retten."
Ella wurde wieder rot, als sie Finns Worte hörte und er lächelte. Er liebte es, wenn sie rot wurde.
"Nein... Kein Wolf und auch keine alte Frau, die mir einen Gürtel, einen Kamm oder einen saftigen roten Apfel andrehen wollte. Niemand ist gekommen und ich habe ruhig geschlafen.", sagte sie lächelnd und sah ihn wieder an.
Finn lachte. "Na dann ist's gut. Aber nimm dich in Acht - irgendwer wird hundertpro noch auftauchen." Er zwinkerte ihr zu, und grinste wieder. "Bei so einer hübschen Prinzessin kann man es niemandem verübeln."
Dann erhob er sich, streckte sich kurz und schaute nach draußen, indem er die Zeltplane am Eingang etwas zur Seite schob. "Draußen ist so schönes Wetter und wir hocken hier drin."
Schnell huschte er zu Ella herüber, nahm ihr gesunde Hand und zog sie hoch. "Komm, wir sehen uns noch ein bisschen um, ja?"
Ella stimmte ihm zu und ließ seine Hand nicht los, als sie zusammen vor dem Zelt standen.
"Und in welche Richtung möchte der Prinz gehen?", fragte sie und Finn lachte wieder.
"Wie wär's, wenn wir uns irgendwo etwas zu essen holen? Zum Frühstücken sind wir ja nicht gekommen. Und ich sterbe vor Hunger."
Finn wandte sich wieder Ella zu; seine Augen blitzten, als er sich gespielt theatralisch vor ihr verbeugte und dann hinzufügte: "Fräulein, hiermit seid Ihr von Sir Finn zum Speisen eingeladen." Er grinste sie an und küsste ganz kurz und sanft ihren Handrücken.
Dann richtete er sich wieder auf und grinste sie spitzbübisch an.
Ella machte einen leichten Knicks und Finn lachte wieder los, als er ihre Worte hörte: "Ich nehme das Angebot liebend gerne an, Sir Finn. Ich hoffe, dass Eure Tafel reich gedeckt ist. Ich musste heute Morgen speisen wie ein Bettler!" Jetzt klang ihre Stimme wirklich empört. "Nur Zeit für ein Käsebrot habe ich gefunden!"
Immer noch lachend sagte Finn: "Du solltest Schauspielerin werden, wirklich." Er ging los, und zog Ella leicht mit sich. "Das war klasse." Finn schenkte ihr von der Seite ein Lächeln und fügte dann noch grübelnd hinzu: "Ich glaube, da wo wir gestern unseren Zeltplatz zugewiesen bekommen haben, finden wir Stände, die essen anbieten."
Ella versprach ihm, den Beruf der Schauspielerin einmal in Erwägung zu ziehen und folgte ihm dann den Weg hinunter.
Als Finn den Platz vorschlug, an dem sie gestern ihren Zeltplatz zugewiesen bekommen hatten, um dort etwas zu essen zu besorgen, verzog Ella leicht das Gesicht.
"Ohhh. Aber bitte nicht in die Nähe von dem Typen mit den Omnigläsern...", sagte sie und Finn schüttelte schnell den Kopf.
"Nein, keine Sorge. Dem will ich auch nicht unbedingt wieder über den Weg laufen." Er lächelte sie aufmunternd von der Seite an. "Aber falls doch, beschütze ich dich wieder. Versprochen."
"Danke, aber ich habe die Befürchtung, dass du ihn dann umbringen wirst. Ich sehe es schon vor mir. Die Schlagzeile im Tagespropheten: '17-jähriger tötet unschuldigen Standbesitzer auf der Quidditch WM'." Finn musste wieder lachen bei ihren Worten, die mal wieder vollkommen glaubhaft rüberkamen. "Um ihn werden sie trauer - dich verurteilen...Und Schneewittchen hat ihren Prinz verloren. Tja, spätestens dann bin ich ein leichtes Opfer für Wolf und Co."
Sie zog die Augenbrauen dramatisch zusammen, lachte aber dann. "Wir sollten ihm nicht nochmal begegnen.", fügte sie dann noch hinzu.
"Du hast aber nicht gerade die beste Meinung von mir", sagte Finn und grinste. "Und außerdem wäre er nicht unschuldg, wenn ich einen Grund hätte, ihn umzulegen. Reine Notwehr wäre das dann." Er sah Ella lange an. "Oder ich würde einfach nur meine Prinzessin verteidigen. Das kann mir auch niemand übel nehmen."
Seine letzten Worte klangen nicht mehr nach Spaß, und auch sein Ton war ernst geworden.
Ella wurde ebenfalls ernst, doch sie antwortete im ersten Moment nicht, sondern sah nur nach vorn. //Habe ich was Falsches gesagt?//
Dann sagte sie doch etwas, jedoch sehr leise: "Sie würden es dir übel nehmen.", flüsterte sie dann, "Es kümmert sich eigentlich keiner um ein Waisenkind aus Bulgarien, das auch noch ein Schlammblut ist."
Sie schwieg einen kurzen Moment und Finn war zu perplex in diesem Augenblick um etwas zu sagen, denn schon fügte sie hinzu: "Ach, vergiss es. Ist jetzt egal..." Sie lächelte ihm zu, doch für Finn war die Sache noch nicht gegessen.
"Es ist nicht egal", sagte er ebenso leise, blickte sie dabei jedoch an. "Egal, woher du kommst, oder was du in den Augen der anderen darstellst - du wirst immer etwas Besonderes sein." Er sah weg, und entdeckte bereits einige Stände in der Ferne. "Jedenfalls für mich", fügte er noch leiser hinzu.
Doch dann lächelte Finn sie wieder an. "Außerdem hatten wir uns auf 'muggelgeboren' geeinigt, nicht 'Schlammblut'." Er grinste. "Erinnerst du dich?"
Ella verdrehte die Augen, als sie seine Worte hörte, und seufzte.
"Es ist das selbe. Es ist völlig egal welches Wort ich benutze. Beides hat die gleiche Bedeutung. Und 'Schlammblut' ist eine Angewohnheit. So habe ich es nunmal gelernt. Ich kann mir aussuchen, welches Wort ich sagte."
Dann grinste sie plötzlich und sah ihn an. "Du kannst mich zu nichts zwingen."
Finn sah auf und musste ebenfalls grinsen. Er zog eine Augenbraue hoch und überlegte kurz. Dann erinnerte er sich an etwas.
"Ach, meinst du?" Er sprang ganz plötzlich zu ihr, sodass er schräg hinter ihr stand und piekte ihr wieder in die Seiten; genauso wie gerade eben, als er ins Zelt zurückgekehrt war. Finn erinnerte sich, dass sie wohl ziemlich kitzelig gewesen sein musste.
"Ihr habt die Rechnung ohne Sir Finn gemacht!", lachte er und piekte wieder leicht in ihre Seiten, dass es kitzelte. "Also, Fräulein Ella! Es heißt 'muggelgeboren', nicht anders!"
Wie erwartet war Ella tatsächlich kitzelig und sie versuchte, seinen Fingern auszuweichen. Dabei rief sie: "Es könnte auch 'muggelgeboren' heißen."
Ganz plötzlich drehte sie sich schnell um, und bevor Finn reagieren konnte, hatte sie sich seine Handgelenkte geschnappt und hielt sie fest.
"Tja. Ich sagte doch du kannst mich nicht zwingen." Sie grinste ihn an und Finn realisierte plötzlich, wie nah sie auf einmal war. Er wehrte sich nicht gegen ihren Griff, sondern stand einfach nur vor ihr und blickte ihr in die Augen.
Dann lächelte er 'sein' Lächeln - nur für sie in diesem Moment. Er sah nichts anderes um sich herum, nur Ella, die vor ihm stand und ihn angrinste.
Seine Augen glitten von ihren großen Rehaugen, die in der Morgensonne gltzerten, über ihre blassen Wangen, die vom vielen Lachen leicht gerötet waren, zu ihren schön geschwungenen Lippen.
Dort blieb sein Blick kurz hängen, bevor er wieder in die Augen sah, und sein Lächeln wurde noch strahlender.
Ella erwiderte seinen Blick, doch ihr Blick war veträumt und gleichzeitig lag etwas Sehnsüchtiges darin. Finn sah lange Zeit in ihre Augen, bis sie plötzlich mit ihm sprach.
"Bitte lauf nie wieder weg ohne ein Wort zu sagen." Ella flüsterte beinahe und umklammerte Finns Handgelenke, als wollte sie ihn nicht mehr loslassen. Sein Kopf schaltete in diesem Moment vollkommen ab. Ella bat ihn, nie mehr wegzulaufen... nicht, ohne ihr Bescheid zu sagen...
"Ich hab gedacht du verschwindest...Einfach so..."
Finns Herz klopfte wie verrückt, aber immer noch brach er den Blickkontakt nicht ab.
Stattdessen drückte er seine Hände etwas nach hinten, während sie immer noch seine Handgelenke festhielt, sodass er sie gleichzeitig etwas näher zu sich heranzog. Nur noch Zentimeter trennten ihre Nasenspitzen voneinder, doch Ella konnte ihn jederzeit loslassen, wenn sie wollte.
"Als könnte ich einfach so weggehen...", flüsterte er und lächelte weiterhin. "Ich habe doch versprochen, auf dich aufzupassen."
Ella ließ es zu, dass Finn sie zu sich heranzog, und schließlich lächelte sie sogar bei seinen Worten.
"Du wirst nicht gehen.", sagte sie und klang erleichtert.
"Nein." Finn schüttelte langsam seinen Kopf, um sie nicht zu verschrecken. Immer noch sah er in ihre Augen, die noch glücklicher als ohnehin schon strahlten. "Ich gehe nicht weg."
Sie war so wunderschön... wusste sie eigentlich, wie durcheinander sie ihn brachte?
Finn musste grinsen bei dem Gedanken und legte den Kopf schief, brach den Blickkontakt aber nicht ab.
Ella war hier, und er wollte diesen Moment nie mehr enden lassen. Nie mehr wollte er von ihr weggehen.
"Du machst mich verrückt!", sagte er dann schlicht, und genau wie er es meinte. Immer noch lag ein leichtes Grinsen auf seinen Lippen.
Während er sie angrinste, sah sie leicht verwirrt aus, doch als sie seine Worte hörte, verstand sie und wurde etwas rot.
Wenn es noch etwas Besseres geben konnte, in diesem Moment für Finn, dann war es ihre Reaktion - er liebte es, wenn sie rot wurde. Sie war dann... unwirklich und traumhaft genau wie das richtige Schneewittchen.
"Dann geht es uns gleich. Denn du bist auch nicht besser.", sagte sie und Finn konnte nicht mehr denken. Es war einfach nicht mehr möglich.
Ella verschränkte seine Finger plötzlich mit seinen und er sah ungläubig, aber nur sehr kurz auf ihre Hände.
Dann blickte Finn sie langsam von unten herauf an und stupste mit seiner Nasenspitze gegen ihre - es schien zunächst, als wäre es ein Versehen gewesen, aber das war es nicht. Dann lächelte er wieder und machte keine Anstalten, sein Gesicht zurückzuziehen.
Ella schien es in diesem Moment nicht anders zu gehen, als ihm, denn sie zog nicht ihr Gesicht zurück - womit er eigentlich felsenfest gerechnet hatte.
Stattdessen strich sie langsam mit ihren Händen über seine Arme nach oben, stellte sich auf die Zehenspitzen und... küsste ihn. Einfach so.
Ihre Lippen berührten seine und zuerst konnte er es wirklich nicht fassen.
Ella. Die Ella, die er - seit er ihren dritten Brief gelesen hatte - faszinierend und einzigartig und einfach wundervoll fand.
Und seit gestern auch in der Realität um sich hatte. Nie mehr würde er sie wieder hergeben...
Finn erwiderte ihren sehr vorsichtigen Kuss genauso sanft, schloss die Augen und legte langsam eine seiner Handflächen an ihre Wange, nur ganz leicht, dass sie es kaum spürte.
Ella schlang die Arme um seinen Hals, und zog sich damit etwas näher zu ihm heran. Finn beugte sich leicht zu ihr herunter, sodass sie sich nicht so strecken musste, und legte seine freie Hand an ihren Rücken, um sie näher an sich zu drücken. Immer noch strichen seine Lippen sanft und vorsichtig über ihre.
Sein Gehirn war benebelt - noch nie war er so durch den Wind gewesen wie gerade. Nicht einmal in der ZAG-Prüfung für Zaubertränke hatte sein Herz so schnell gepocht wie jetzt.
Das hier war im Gegensatz zum Prüfungsstress ein Gefühl, dass er zu gerne jeden Tag, jeden Morgen, jede Minute spüren wollte.
Irgendwann löste er ganz sanft seine Lippen von ihren. Seine Augen waren immer noch geschlossen, weil er diesen Moment nicht verblassen lassen wollte. Nicht dadurch, dass er die Augen aufschlug.
Finn biss sich auf die Unterlippe und grinste leicht.
"Wow..."
Er hatte immer noch die Augen geschlossen, spürte aber, dass Ella die Luft anhielt und dann bemüht ruhig und langsam ausatmete.
"Unglaublich, meinst du wohl eher.", sagte sie und er merkte ihren warmen Atem auf seinem Gesicht, als sie leise lachte.
"Stimmt, du hast recht.", gab er zu. Ganz plötzlich öffnete er die Augen und er wusste, dass sie in diesem Augenblick strahlen mussten, so glücklich wie er war.
Überwältigt von ihrem Anblick, wie sie dort einfach vor ihm stand und ihn anlächelte, konnte er nicht anders und küsste sie noch einmal. Ganz kurz und sanft.
Dann sah er sie wieder an und legte nun beide Hände auf ihre Wangen.
"Es war einmal ein Prinz, der seiner Prinzessin auf der Quidditch-Weltmeisterschaft sein Herz schenkte...", flüsterte er, sah sie lange an und lächelte.
Ab jetzt war es nicht mehr 'sein' typisches Lächeln - es war Ellas Lächeln.
Nur ihres.
Ella erwiderte sein Lächeln, was Finn wieder durcheinander brachte, aber ihre Worte hörte er dann doch klar und deutlich.
"Die Prinzessin nahm sein Herz dankend an, mit dem Versprechen, es für immer an einem sicheren Ort zu verwahren - direkt neben ihrem Herzen.", flüsterte sie und Finn drückte sie, während sie dies sagte, an sich. Seine eine Hand ruhte weiterhin an der Seite ihres Gesichts, während die andere langsam zu ihrem Hinterkopf fuhr. Nun lag ihre Wange an seinem Schlüsselbein, und er blickte von oben herab auf ihre dunklen Locken. Sanft strich er über ihre Haare, die genauso weich waren, wie er sie sich vorgestellt hatte.
"Pass gut darauf auf.", sagte Finn lächelnd. "Auf mein Herz meine ich."
Gleichmäßig strich er weiter über ihr Haar und wartete auf eine Reaktion von ihr.
//Ob sie das mit dem essen vergessen hat?//, dachte er und lachte leise, wodurch einzelne, winzige Locken hochgewirbelt wurden.
Ella versprach ihm, dass sein Herz nirgendwo so sicher aufgehoben war, wie bei ihr, und Finn drückte ihr noch schnell einen Kuss aufs Haar, bevor sie ihren Kopf etwas zurückzog und ihn angrinste.
"Was ist? Verhungerst du?"
Finn tat so, als würde er kurz überlegen und antwortete dann: "Also wenn ich jetzt die Wahl habe, weiter genau so mit dir hier stehen zu bleiben oder etwas zu essen, dann verhungere ich liebend gerne." Er lächelte sie an. "Aber wenn du mir versprichst, dass du jetzt mit mir kommst und das hier alles kein wunderschöner Traum war, dann können wir gerne etwas essen gehen. Hast du überhaupt Hunger?"
Er ließ sie frei und nahm stattdessen ihre Hand, diesmal verschränkte er selbst seine Finger mit ihren.
Ellas Wangen färbten sich leicht rosa, was Finn wieder zum Schmunzeln brachte, während sie ihren Weg fortsetzten.
"Naja...zuerst Mal kann ich dir nicht versprechen, dass es die Wirklichkeit ist. Dafür ist es zu gut."
//Allerdings.// Finn erwiderte ihr Lächeln. Das war mehr als gut, das war perfekt!
"Aber ich komme natürlich mit dir mit.", fuhr sie fort. "Und hunger habe ich ein bisschen. Aber selbst wenn ich keinen hunger hätte, würde ich ein bisschen was essen. Sonst sterbe ich noch während des Spiels."
Finn lachte. "Na das würde ich zu verhindern wissen.", sagte er und drückte ihre Hand. "Ich würde dir dann todesmutig ein Brötchen herbeizaubern!" Er wedelte mit der freien Hand theatralisch in der Luft herum, als würde er seinen Zauberstab schwingen.
"Aber weißt du, was mir gerade aufgefallen ist?" Seine Stimme wurde ein bisschen ernster, klang aber gleichzeitig belustigt. "Ich bin mal gespannt, was die anderen hierzu sagen." Finn deutete auf ihre verschränkten Hände, fügte dann aber schnell hinzu und wich ihrem Blick aus: "Wenn da überhaupt etwas ist, was sie wissen sollten..." Schließlich hatte er keine Ahnung, wie Ella darüber dachte.
Ella schien die ganze Situation vollkommen entspannt zu nehmen, und Finn entschied sich, auch lockerer werden zu müssen. Es war so wie es war, und wie Ella und er es wollte. Ganz normal alles.
"Deine Schwester wird es sowieso gleich merken, oder?", sagte sie und lachte. "Wenn nicht wäre ich schwer enttäuscht von ihr! Eva wird es auch gleich merken, schätze ich, und Sirius und James denken ja sowieso schon was-weiß-ich-was von uns."
Als Ella Evas Namen erwähnte, kehrten mit einem Mal alle Erinnerungen an die vorherigen Stunden zurück.
Doch er bemühte sich, Evas verweintes Gesicht aus seinem Kopf zu verbannen. Eine Sache stand jedoch jetzt definitiv fest: er hatte sich in Ella verliebt, also musste er die Sache mit Eva endgültig klären, denn er wollte niemandem gegenüber unfair sein. Obwohl er heute morgen wirklich nicht fair gewesen war...
Ohne auf Ellas Worte zu antworten, ging er eine Weile neben ihr her, bis er plötzlich realisierte, dass sie bestimmt auf eine Aussage von ihm wartete.
"Ja, Miley wird es sofort wissen", sagte er daher schnell. "Sie wusste es gestern eigentlich schon. Okay, so wie ich dich bestimmt angeguckt hab, war das eigentlich auch mehr als offensichtlich." Er lächelte schief. "Und der Rest wird's auch nach und nach mitkriegen. Spätestens in Hogwarts."
Ella schien sein Stimmungsumschwung nicht entgangen zu sein, denn sie sagte plötzlich: "Du hast dir Gedanken über Eva gemacht?"
Überrascht, dass sie sofort wusste, worum es ging, blickte er sie an. "Du solltest nochmal mit ihr reden.", fuhr sie fort und Finn nickte langsam.
"Ja, muss ich wohl." Seine Stimme klang nicht mehr ganz so fröhlich wie noch vor Sekunden, aber er riss sich zusammen und lächelte Ella an. Das schönste Schneewittchen, das es je gegeben hatte und je geben würde.
Und es war sein Schneewittchen. Das war Grund genug, ein ganzes Leben lang zu strahlen.
"Also", fuhr er etwas fröhlicher fort und hielt vor einem Stand, an dem ganz frische, warme Brezeln und anderes Gebäck verkauft wurden. "Was darf's für meine Prinzessin sein?"
Ella betrachtete das Gebäck eingehend und wandte sich dann die Verkäuferin, während sie auf etwas deutete, dass irgendwie wie gefüllter Blätterteig aussah, aber Finn hatte so etwas noch nie gegessen.
Ella jedoch schien es zu kennen, denn die Verkäuferin nickte auf ihre Frage hin, ob dies Banitschka sei.
"Dann nehme ich das. Das ist aus Bulgarien! Sowas wie Blätterteig mit Käse." Sie lächelte ihn an, als sie ihm das erklärte.
"Okay." Finn erwiderte ihr Lächeln und wandte sich dann an die Verkäuferin. "Dann probiere ich das auch mal. Also zwei Stück bitte."
Er kramte in seinen Hosentaschen und zog ein paar Knuts hervor, die er der Verkäuferin im Tausch mit den Banitschkas reichte.
Sie gingen wieder ein Stück, und Finn betrachtete den Blätterteig eingehend, bevor er hineinbiss. Er hätte wahrscheinlich in seiner jetzigen Verfassung alles gegessen, so hungrig war er, aber es schmeckte tatsächlich hervorragend.
"Wow, lecker", sagte er. "Wenn dieses andere, was wir mal zusammen machen wollten, genauso gut schmeckt, bin ich voll und ganz von der bulgarischen Küche überzeugt. Wie heißt es noch gleich? Tikvenik oder?" Hatte er es richtig ausgeprochen? Fragend sah er Ella, die Expertin, an.
"Ja, Tikvenik.", sagte Ella und irgendwie klang es bei ihr dann doch noch etwas anders, als bei ihm.
Finn grinste und biss ein weiteres Mal in sein Gebäck, als Ella plötzlich jemanden in der Menge entdeckte.
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Re: PP RPG: Zusammenfassung

Beitrag: #275 Nachtwandlerin
Sa 7. Nov 2015, 01:02

13. Sirius Black
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Erschrocken fuhr Sirius aus dem Schlaf und stöhnte im selben Moment schmerzvoll auf. Sein Rücken tat höllisch weh. Wäre er langsamer aufgewacht, wäre er vermutlich gar nicht erst hochgekommen. So spürte er jetzt "nur" den Schmerz in Schultern und Nacken pochen.
Mit leidender Miene tatste er nach seinen Schultern und rieb sie kräftig. //Aua. Bescheuerte Idee.// Als er auch geistig einigermaßen wach war, begann er sich nach dem Grund zu fragen, aus dem er so plötzlich aufgewacht war und entdeckte bald einen silbrigen Patronus. Sobald dieser "feststellte", dass man ihn bemerkt hatte, rasselte er seine Nachricht herunter: "Achtung, weiblicher Besuch im Anmarsch. Bis gleich."
Das klang nach Eva. Hecktisch strampelte Sirius sich aus seinem Schlafsack frei und verfing sich dabei mit einem Fuß in dem Stoff. //Ahrg.//
"Krone, Moony? Aufstehen!"
Sirius fuchtelte wie wild mit seinem Fuß durch die Gegend um ihn frei zu bekommen. Dabei erwischte er auch James, der genervt aufstöhnte: "Boah! Es ist früh am Morgen. Lasst mich einfach in Ruhe. Nicht mal in den Ferien kann man ausschlafen."
Von Remus kam zur selben Zeit ein gemurmeltes: "Morgen." Und dann ein etwas kritisches: "Wer von euch war das?" Sirius, der sich endlich vollständig aus seinem Schlafsack befreit hatte, sah ihn verwirrt an. "Was?"
Ohne auf eine Antwort zu warten jammerte er vor sich hin: "Maaaaaan ist das eine Hitze hier. Ich wäre beinahe umgekommen in diesem Ding." Böse beäugte er seinen Schlafsack und trat dagegen.
Remus hatte aus Sirius' Aussage scheinbar entnommen, dass er nichts, mit welcher Sache auch immer, zu tun hatte. Stattdessen fiel er jetzt James auf die Nerven und schüttelte ihn wach.
Sirius schloss die Augen und wünschte sich, dass er sich auch nochmal zurück in die Kissen sinken lassen könnte. Aber bei diesem steinhartem Untergrund konnte er ehrlich gesagt auch gut darauf verzichten.
Daher wunderte es ihn auch, dass James scheinbar gar keine Probleme damit hatte wieder einzupennen, obwohl er bereits wach gewesen war und diesen unmenschlich unbequemen Untergrund auch schon gespürt haben musste.
Er entschied sich deshalb auch dafür aufzustehen, um in möglichst wenig Kontakt mit dem Boden zu kommen. Allerdings stieß er in aufrechter Haltung mit dem Kopf gegen die Zeltwand und konnte sich nur halb gebückt fortbewegen.
Reichlich entnervt stapfte er über James' Schlafsack hinweg und fischte eine seiner Socken vom Boden. Suchend sah er sich im Zelt um.
"Hatt einer von euch den zweiten gesehen?" Fragte er und ließ die Socke gut sichtbar in der Luft vor sich hin und her baumeln.
"Nein. Wenn hier manche ein bisschen ordentlicher wären, dann würde man auch mehr finden." Grummelte Remus vor sich hin und machte sich an seiner Tasche zu schaffen. Sirius lachte los. "Du müsstest das doch gewöhnt sein, Moony. Sei doch mal ehrlich, würde es hier anders aussehen, hätten wir alle Heimweh."
Allerdings hatte Remus seine Sachen schon nach ein paar Handgriffen zusammengesammelt, während Sirius immer noch nach einer zweiten Socke suchte. Mittlerweile hatte er seine Ansprüche schon so weit zurückgeschraubt, dass es nicht einmal die passende oder seine eigene sein musste.
James war wieder eingepennt und Sirius beschloss ihn erst wieder zu wecken, wenn er zwei Socken anhatte. Dann konnte James sich auch nicht mehr beschweren, falls er eine von seinen erwischt haben sollte.
Schließlich wurde er sogar unter seiner Luftmatratze fündig, die Socke sah sogar aus, als würde sie zu der anderen passen.
"Kroooohoooone!" Brüllte er James ins Ohr. "Wir bekommen gleich Besuhuuuuch. Du solltest auch mal aufstehen. Außerdem müssen wir bald mal was zu Futtern organisieren, wenn wir noch vor dem Spiel Frühstücken wollen."
Schnell zuckte Sirius zurück, als James erste Reaktionen zeigte. Und im nächsten Moment begann er auch schon um sich zu schlagen. Das hatte Sirius vorhersehen können.
Krone grummelte eine Weile zusammenhangloses Zeug vor sich hin und saß dann plötzlich senkrecht. Er stöhnte auf, als die Schmerzen ihn durchfuhren. //Haha, genau wie ich vorhin.//
"Guten Morgen, Jamesi." Trällerte Sirius, auch wenn er sich noch nicht wirklich danach fühlte, und krabbelte, da das aufrechte gehen in diesem Zelt unbequem war, zu seinem Koffer. //Irgendwo wird ja wenistens noch ein T-Shirt zu finden sein. Und ne Hose wäre auch nicht schlecht.//
Hinter sich hörte Sirius James laut gähnen. "Was gibt's zum Essen?" War seine erste Frage im wachen Zustand und dann hängte er noch dran: "Und was für Besuch so früh am Morgen?"
Sirius verschwand auf der Suche nach seinen Anziehsachen beinahe vollständig in seinem Koffer und hörte deswegen nur ein gedämpftes Plumpsen aus Remus' Richtung und, ebenfalls gedämpft, dessen Antwort: "Keine Ahnung. Vielleicht haben die Mädchen und Phil uns was übrig gelassen."
"Oder wir holen uns ne Currywurst." Schlug Sirius vor, als er mit einem T-Shirt aus seinem Koffer wieder auftauchte. "So sah mein Plan bisher aus. Und bei dem Besuch handelt es sich vermutlich um Eva und Miley. Jedenfalls hatte das Patronusvieh, das mich aus dem Schlaf gerissen hat, Evas Stimme."
"Ahhh. Ich bin für die Currywurst. Was besseres gibt's kaum zum Frühstück." //Wusste ich's doch. Krone hat eben Geschmack.// "Was sagst du, Moony?"
Remus sah weniger begeistert aus: "Currywurst. Zum Frühstück. Nein. Könnt ihr gerne machen. Ich gehe wirklich bei den anderen mal gucken. Guten Hunger und bis gleich!" Er stand auf und kämpfte sich zum Zelteingang durch. "Völlig unverständlich, sowas." Stellte Sirius kopfschüttelnd fest, sein Blick folgte Remus. Dann meinte er aber grinsend zu James: "Oder willst du auch lieber mit Lily zusammen Frühstücken?"
James sah ihn böse an und Sirius konnte förmlich erahnen, wie es jetzt in seinem Kopf arbeitete.
"Ne Currywurst." Entschied er sich dann zu Sirius' Überraschung, kam aber schon wenige Millisekunden später auf einen "besseren" Ausweg: "Ich nehm die Wurst zu Lily! Wir holen uns ne Currywurst und apparieren uns zurück." Erklärte er seinen Plan voller Begeisterung und zog sich ein T-Shirt über den Kopf. //Naja, warum nicht? Ein bisschen Lily zum Frühstück könnte ganz lustig werden.//
"Du weißt, ich tue alles für dich, Krone. Jeden Wunsch würde ich dir erfüllen." Sirius sülzte übertrieben vor sich hin und zog sich ebenfalls sein T-Shirt an. "Da kann ich dir natürlich auch den Wunsch nicht abschlagen mit deiner Liebsten zu speisen. - Du kannst Lily ja ne Currywurst mitbringen." Gackerte er dann los.
Erstaunlicherweise rollte James über diesen Vorschlag mit den Augen und zog erstmal seine Hose an.
"Klar, und Remus auch gleich. Die werden sich freuen." //Oh ja, werden sie.// Grinsend fügte Krone dann hinzu: "Kannst du das mit dem 'ich tue alles für dich - Jeden Wunsch würde ich dir erfüllen' nochmal bestätigen? Dann könntest du ja alleine gehen, während ich bei Lily bin und auf meine Currywurst warte."
Sirius sah aufgrund dieser Aussage kritisch zu, wie James zum Ausgang kroch. "Lass uns gehen."
Hektisch drehte er sich im Zelt um die eigene Achse. "Neeeein, stop! Ich brauche noch was für um die Beine!" //Ah Hose!// Schnell griff er danach und schlüpfte hinein. "Okay."
Und schon schob er James vor sich aus dem Zelt.
"Du kannst auch so gehen. Trends setzten, mein Freund. - Drängel nicht soooo!" Empörte sich James, als er von Sirius aus dem Zelt geschoben wurde. "Was heißt hier Drängeln. Du hast hier eben so gehetzt. Nicht mal in Ruhe nach einer Hose suchen, durfte ich."
James hatte das Gesicht verzogen und brummelte etwas wie: "Muggelzelte sind schrecklich..." vor sich hin. Sirius grinste triumphierend. "Also wenn du es nicht mehr aushälst, können wir uns ja noch ein magisches Zelt organisieren, Krone. Aber dann musst du mit der Niederlage leben."
Er klopfte James auf die schmerzende Schulter und lief einfach mal in irgendeine Richtung los.
James ließ einen unterdrückten Schmerzensschrei verlauten, lief Sirius aber nach. "Oh bitte. Glaubst du etwa, dass ich mich so leicht unterkriegen lasse? Nur wegen diesen leichten Schmerzen? Das kannst du knicken, Tatze. Ich halte durch und du wirst verlieren. Kläglich verlieren." Er hatte ihn eingeholt und grinste breit.
Sirius versuchte sich von seiner Nase zu den Imbissständen leiten zu lassen.
"Weißt du Krone, es ist für mich einfach völlig unverständlich, wie du plötzlich darauf kommst, dass ich verlieren werde. Diese Vermutung ist doch jetzt völlig aus der Luft gegriffen. - Maaaan ich habe Hunger!"
"Aus der Luft gegriffen...Soso...Wenn ich satt werden will muss ich mindestens ein Dutzend Currywürste essen. Sonst wird das nichts." Seufzte James und Sirius nickte zustimmen.
"Wir holen einfach ein paar mehr und dann können die anderen auch nicht behaupten wir hätten ihnen nichts mitgebracht." Beschloss er und im nächsten Moment stieg ihm der Duft nach Essen in die Nase. "Riechst du das, Krone?" Sein Magen gab bei diesem Geruch ein forderndes Knurren von sich.
Als sie um die nächste Ecke bogen, wurde der Geruch noch intensiver und Sirius viel sofort der erste Imbissstand ins Auge.
"Essen! Endlich!" Erkannte auch James sofort und grinste erfreut. Sirius musste beinahe laufen um hinter ihm herzukommen, er hatte seine Schritte merklich beschleunigt.
"Da." Sirius deutet auf einen Stand, der Currywurst verkaufte und lief darauf zu. Der Verkäufer war gerade damit beschäftigt die Arbeitsfläche zu putzen.
"Guten Morgen." Begrüßte Sirius ihn freudig. Dann drehte er sich zu James, der neben ihm stand. "Wie viele meinst du brauchen wir?"
"Morgen!" Kam es auch von James. "So viele wie wir tragen können. Ich kann bestimmt vier Tragen und du auch. Also insgesamt acht. Mindestens." Beantwortet er dann Sirius' Frage.
Als Sirius aufblickte, um die Bestellung abzugeben, sah er in das verständnislose Gesicht des Verkäufers, der bereits aufgehört hatte seinen Stand zu wischen. "Ihr wollt acht Currywürste? Zum Frühstück?" Fragte er ungläubig.
Sirius nickte überzeugt und kramte schon mal nach Geld in seinen Taschen.
Kopfschüttelnd machte sich der Mann an die Arbeit. "Ihr könnt froh sein, dass ich schon da bin. Eigentlich wollte ich erst um 10:00 aufmachen. Kurz vor dem Spiel halt."
Auch James begann nach Geld zu suchen und räumte alles was er fand auf die Theke. "Hui, mehr als ich dachte." Stellte er begeistert fest, als er eine ganze Hand voll silberner Münzen entdeckte. Er begann zu zählen.
Sirius legte das Geld, das er gefunden hatte dazu. //Krone wird das schon mitzählen.//
Der Verkäufer hatte bereits die erste Portion Currywurst auf der Theke abgestellt und Sirius konnte nicht wiederstehen und piekste mit einem vorsichtigen Seitenblick auf James ein Stück auf die Gabel und schob es sich in den Mund.
"Eyyy! Ess nicht jetzt schon alles auf. Sonst lass ich dich mehr bezahlen." Grinste James. "Bleib mal locker, man." Sirius schob sich eine weitere Gabel voll in den Mund.
"Wir haben genau elf Sickel und acht Knut. Das reicht ja wohl." "Will ich aber auch meinen." Sirius sah den Verkäufer an, der gerade die letzte Portion auf der Theke abstellte. "Wie viel macht das?" "Acht Sickel."
Der Mann streckte die Hand aus und Sirius zählte das Geld ab.
Dann griff er nach der ersten Portion und stapelte sich drei weitere auf die Arme, als: "Guten Morgen, ihr Zwei!" Finn und Ella schlenderten auf sie zu. "Morgen Krone, Tatze." Ella. //Herrje, was hat die bloß mit unseren Spitznamen?//
Sirius' Blick fiel sofort auf ihre ineinander verschränkten Hände. Doch noch ehe er den Mund aufmachen konnte um einen dummen Spruch loszulassen, war James schon dabei: "Ei, ei, ei wer kommt denn da? Ein verliebtes Ehepaar!" Sirius gackerte vergnügt. "Nein. Zwischen euch ist gaaaaar nichts. Ach ja. Guten Morgen. Gute geschlafen ihr beiden?" Er grinste.
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Re: PP RPG: Zusammenfassung

Beitrag: #276 Nachtwandlerin
Sa 7. Nov 2015, 01:04

14. Finn McAllister
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(Geschrieben von Sweeney)

Sie deutete in eine Richtung und Finns Blick folgte ihrer Bewegung.
"Schau mal. Das sind doch 'Tatze' und 'Krone', oder?"
Finn entdeckte die Beiden nun auch. Sie standen an einem Stand für Currywurst und hatten offensichtlich wahnsinnigen Hunger, denn schon eine Reihe von Würsten lagen auf der Theke.
"Die hatten wohl auch noch kein Frühstück", sagte Finn grinsend. "Komm, lass uns mal 'Morgen' sagen." Er nahm Ellas Hand wie selbstverständlich in seine freie und ging durch die Menge zu Sirius und James herüber.
"Guten Morgen, ihr Zwei!", rief er ihnen gut gelaunt entgegen.
James wandte sich sofort um, als Ella die Beiden begrüßt hatte, und sagte grinsend: "Ei, ei, ei wer kommt denn da? Ein verliebtes Ehepaar!"
Ella schien der Spruch nicht sehr zu gefallen, denn sie sagte kein Wort. Doch Finn, der Sirius und James schon gut sechs Jahre kannte, musste mitgrinsen, ließ Ellas Hand los und legte den Arm um ihre Schultern, um sie an sich heranzuziehen. "Neidisch?", gab er lachend zurück, aber da drehte Sirius sich auch schon zu ihnen um, mit vier Currywürsten beladen.
"Nein. Zwischen euch ist gaaaaar nichts. Ach ja. Guten Morgen. Gute geschlafen ihr beiden?", sagte er ebenfalls grinsend und Finn nickte grinsend, ohne auf seine ersten Worte einzugehen.
"Ja, bei uns war alles super. Bei euch? Wo habt ihr Remus gelassen?"
"Ja, unser Muggelzelt ist sehr gemütlich gehalten. Und Remus fand es ekelhaft ne Currywurst zum Frühstück zu essen, dieser Banause, deswegen ist er zu den Mädchen und Phil gegangen.", antwortete James, und prompt kam Ellas Kommentar dazu: "Man isst ja auch keine Currywurst zum Frühstück. Das ist viel zu deftig am Morgen - tut dem Magen nicht gut. Und man isst schon garkeine vier Portionen..." Mit den letzten Worten sah sie grinsend auf Sirius, der das aber auch nicht auf sich sitzen ließ.
"James hat auch vier.", verteidigte er sich.
Und dann kam die Frage von ihm, auf die eigentlich alle die ganze Zeit gewartet hatten: "Heißt das jetzt ihr seid zusammen? Weil gestern Abend habt ihr es ja noch geleugnet."
Dabei sah er weiterhin auf ihre verschränkten Hände.
Finn warf Ella einen schnellen Blick zu und antwortete bereitwillig: "Also, erstmal waren wir gestern auch nicht zusammen, da haben wir nicht gelogen. Und jetzt..." Er stockte und sah wieder zu Ella, um ihr die Antwort zu überlassen.
//Ja, sind wir jetzt zusammen oder sind wir's nicht? Klar, wir haben uns geküsst, aber das macht ja noch keine Beziehung aus oder? Was sagt sie?//
Innerlich betete er, dass sie Sirius' Frage positiv beantworten würde, aber andererseits könnte er auch verstehen, wenn sie ihrer Beziehung zueinander noch Zeit geben wollte, sich zu entwickeln - sie kannten sich schließlich gerade mal einen Tag im realen Leben.
Finn sah Ella an, dass sie mit sich rang.
Sie überlegte wohl fieberhaft, was sie sagen sollte, und das war ihm eigentlich schon Antwort genug. Wenn sie sich nicht zu hundert Prozent sicher war, dass sie jetzt schon zusammengehörten, dann war es zu früh - so war es eben.
James sah sie beide gespannt an, und bevor die Situation noch peinlicher werden konnte, ergriff Finn wieder das Wort: "Es ist wirklich noch etwas früh, um irgendetwas Genaues zu sagen. Wir mögen uns, aber was sich daraus entwickelt ist noch offen. So, wisst ihr jetzt alles?"
Er grinste Sirius und James an und drückte Ellas Hand leicht, um ihr zu bedeuten, dass alles in Ordnung war und sie nichts falsch gemacht hatte.
Insgeheim konnte er sie sehr gut verstehen.
Aber andererseits wäre es natürlich toll gewesen, wenn...
//Ach, hör auf dir den Kopf darüber zu zerbrechen!//, ermahnte er sich. //Es ist ja noch nichts verloren. Und außerdem, wieso hätte sie mich sonst geküsst, wenn sie mich nicht mag?//
Ella schien trotz seines aufmunternden Händedrucks nicht wirklich glücklich zu sein, denn sie pickte schweigend an ihrer Banitschka herum.
James schien noch nicht wirklich zufrieden mit der Antwort zu sein, denn er rollte mit den Augen und seufzte übertrieben.
"Ihr seid ja schrecklich. Keine klare Antwort bekommt man von euch. Also wissen wir alles oder gibt es noch mehr zu hören?", sagte er und begann zu grinsen, während er seine Currywurst aß.
"Ich denke mal wir wissen lange nicht alles.", gab Sirius auch noch seinen Senf (aww, wie passend xD) dazu, der wohl auch Hunger bekommen hatte, denn er stellte drei Portionen Wurst wieder ab, damit er endlich eine essen konnte.
Finn seufzte, grinste aber auch weiterhin. Sie ließen echt nicht locker. Aber was sollte er ihnen erzählen, wenn er selbst nicht sicher war, was Ella wollte. Er selbst hätte kein Problem damit, Sirius und James gegenüber zuzugeben, dass sie zusammen waren.
"Wir halten euch auf dem Laufenden, versprochen", sagte er dann und zwinkerte Ella zu. "Aber bisher gibt's wirklich nicht mehr zu berichten."
Finn bedachte Ella mit einem langen Blick. Er wollte nicht, dass sie so traurig aussah, aber er wusste in diesem Moment nicht, wie er sie wieder aufmuntern sollte. Etwas hilflos bemühte er sich, den Blickkontakt zu ihr wieder herzustellen, um zu sehen, was sie bedrückte.

Als James und Sirius sich verabschiedet hatten und disappariert waren, atmete Finn erst einmal auf. Dann lachte er und drückte Ella kurz an sich.
"Wir sind ne richtige Attraktion."
Doch dann erinnerte er sich, dass ihr das ganze nicht wirklich gefallen hatte. Finn sah sie ernst an und sagte ebenso ernst: "In allem was du anderen sagst - sag nur das, was du wirklich so meinst. Wenn du denkst, das mit uns beiden ist noch nicht so weit, dann ist das okay." Er wollte das einfach klargestellt haben; Ella musste wegen rein gar nichts ein schlechtes Gewissen haben.
"Sollen wir auch zurück gehen?", fragte er dann und nahm wieder ihre Hand. Aufmunternd lächelte er ihr zu. "Ich muss mal sehen, wo Miley rumhängt. Sonst hat sie keine Chance ins Stadion zu kommen. Vielleicht ist sie ja zusammen mit Eva bei Lily und Co.?", überlegte er laut.
Ella schien wirklich ziemlich bedrückt zu sein, denn sie ließ den Kopf hängen, während Finn sprach.
Selbst als er sie fragte, ob sie zurückgehen sollten, zuckte sie nur die Schultern, als wäre ihr in diesem Moment alles egal.
"Ich würde nur gerne noch mein Omniglas und die Karte holen, bevor wir ins Stadion gehen.", sagte sie und Finn nickte geknickt.
Er versuchte bloß, sie glücklich zu machen, und sie war immer noch traurig oder sauer oder... //Ach, ich weiß nicht, was mit ihr los ist. War ihr die Situation mit Sirius und James wirklich so unangenehm? Oder ist es einfach wegen mir?//
Schweigend ging er neben Ella her, hielt jedoch immer noch ihre Hand ganz locker in seiner. //Sie kann loslassen, wenn sie will...//
"Okay, also da vorne sind unsere Zelte. Gehen wir unsere Karten und den Rest holen und schauen dann bei den anderen vorbei.", sagte Finn, als sie einige hundert Meter gegangen waren. "Einverstanden?"
"Ja, einverstanden." Dann rückte Ella endlich mit der Sache heraus, die sie so bedrückte: "Entschuldigung, dass ich keine Antwort gegeben habe. Aber...ich...ich weiß nicht ob es so gut ist...weil...ein bisschen mehr als ein Tag...das..."
Finn seufzte leise und stellte sich dann vor sie, sodass sie nicht weitergehen konnte. Er sah sie mit einem intensiven Blick an und erwiderte ihren fester gewordenen Händedruck.
"Es braucht dir absolut nichts Leid zu tun.", erklärte er und lächelte sie liebevoll an. "Ich weiß selber, dass ein Tag im Grunde genommen gar nichts ist und es ist völlg okay, dass du uns noch Zeit geben willst. Und das mit Sirius und James ist doch völlig glatt gelaufen." Finn lachte leise. "Da musst du dich noch dran gewöhnen, die Beiden sind so. Und jetzt lach bitte, bitte wieder!" Er legte die freie Hand unter ihr Kinn und schob es etwas hoch, sodass sie ihn ansehen musste. "Für mich, ja?"
Und er lächelte ihr Lächeln.
Ella erwiderte sofort sein Lächeln, als sie es sah.
"Du kämpfst mit unfairen Mitteln. Das ist gemein.", sagte sie und grinste ihn an.
"Das stimmt nicht." Finns Lächeln wurde breiter - jetzt, wo sie auch wieder lachte. Immer noch lagen seine Finger unter ihrem Kinn und er blickte ihr nachdenklich in die Augen. "Wieso bin ich gemein, wenn ich nur will, dass meine Prinzessin glücklich ist?", fragte er und legte den Kopf fragend schief, jedoch immer noch lächelnd. "Weil den Job Finns Prinzessin hast du definitiv." Er lachte. "Den wirst du so schnell nicht mehr los, und du darfst nicht kündigen."
Finn strich sanft über ihre Wange, während er dies sagte.
"Damit bin ich einverstanden. Einen schöneren Job kann ich mir nämlich nicht vorstellen.", antwortete Ella ihm und lächelte. Endlich lächelte sie wieder!
Finn war froh, dass seine Worte sie aufgemuntert hatten, doch da sah er, dass sie ihn wieder unsicher anblickte und plötzlich fragte sie: "Und es ist wirklich...okay?"
Er sah sie ungläubig an. Hatte sie diese Frage gerade wirklich gestellt? Was konnte nicht in Ordnung sein, was sie tat?
"Natürlich", sagte er dann jedoch und bemühte seine Stimme unbekümmert klingen zu lassen, obwohl er wirklich nicht wusste, warum er sie so etwas fragte. Wenn sie eben noch nicht soweit war, konnte es doch nicht nicht okay sein.
"Solange du mich jetzt immer noch ein kleines bisschen magst, ist es auf jeden Fall okay." Finn lächelte sie gespielt schüchtern an.
"Ein 'kleines bisschen' ist weit untertrieben.", sagte Ella, während sie Finn hinter sich her zu den Zelten zog. //Achja, wir wollten ja die Karten holen, da war ja noch was...//
"Wenn ich dich nur ein kleines bisschen mögen würde, hätte ich dich sicher nicht geküsst.", fügte sie noch hinzu.
"Das stimmt...", erwiderte Finn nachdenklich, während sie zusammen in Evas Zelt gingen. Er ließ ihre Hand nicht los, sodass sie hinter ihm in seinen Schlafbereich trat. Schnell öffnete er die Schublade seines Nachttischchens und zog drei Eintrittskarten heraus. Eva hatte ihm ihre ebenfalls gegeben, weil sie genauso vergesslich wie Miley war.
Kurz sah er sich ein letztes Mal um, schnappte sich seine graue Sweatshirtjacke und sah Ella dann wieder strahlend an.
"Ich bin fertig. Jetzt noch zu dir.", sagte er breit lächelnd. "Hoffentlich treffen wir die anderen noch vorher, sonst haben Miley und... Eva ein Problem." Er stockte ganz kurz, als er den Namen der besten Freundin seiner Schwester aussprach. Er hatte ein schlechtes Gewissen bei dem Gedanken daran, dass sie nichts geklärt hatten.
"Wir werden sie schon finden.", meinte Ella und klang zuversichtlich, während sie Finn mit sich nach draußen zog.
Er nickte langsam und immer noch grübelnd, beschloss aber dann, dass es jetzt keine Zeit war, um Trübsal zu blasen. Heute war schließlich das erste Quidditch-WM-Spiel - das wurde ihm jetzt erst wirklich bewusst.
Und Prinzessin Ella war bei ihm. Das war noch um einiges besser, als dieses Spiel.
"Bestimmt", erwiderte er lächelnd und zusammen traten sie in Ellas Zelt. "Ich warte hier auf dich, okay?", fragte er und ließ ihre Hand los, damit sie alles holen konnte, was sie brauchte.
Mit einem "In Ordnung." verschwand Ella für kurze Zeit und Finn hörte, wie sie durch das Zelt huschte und alle ihre Sachen zusammensuchte.
Finn lauschte ihren Bewegungen und dachte nach. Erst jetzt fand er Zeit, seine Gedanken irgendwie zu sortieren.
Dass sie ihn geküsst hatte, würde er wohl niemals wirklich realisieren und begreifen...
Glücklich dachte er an diesen Moment, und da stand Ella auch schon wieder vor ihm; eine schwarze, extrem volle Handtasche baumelte an ihrem Arm und Finn musste lachen.
"Was ist denn da alles drin?", fragte er neugierig und nahm wie selbstverständlich wieder ihre Hand, um mit ihr zusammen das Zelt zu verlassen. "Wolltest du gewappnet sein, falls wir fluchtartig das Stadion verlassen müssen?" Er grinste breit und sah sie von der Seite an. "Mit dem Inhalt überlebst du ein ganzes Jahr in Hogwarts!"
"Quatsch. Es ist nicht viel drin. Nur mein Geldbeutel zusammen mit der Karte, das Omniglas und ein Pulli. Das war's.", entgegnete Ella und stimme in Finns Lachen ein.
"Der Pulli passt nur nicht richtig rein. Darum sieht es so voll aus.", ergänzte sie und sah kurz in ihre volle Tasche, bevor sie wieder Finn zulächelte.
"Okay, dann ist prinzipiell alles klar." Finn erwiderte ihr Lächeln und fügte dann aber doch hinzu: "Aber eine Sache verstehe ich trotzdem immer noch nicht." Er deutete auf Ellas Tasche. "Eigentlich brauchst du sie gar nicht. Eintrittskarte und Geld in die Hosentaschen." Dabei deutete er auf seine eigenen. "Pulli umgebunden." Er zeigte auf seine Sweatshirtjacke, die mittlerweile um seine Taille baumelte. "Und das Omniglas hängst du dir am Band um den Hals." Er sah sie nun wieder an und warf nur einen kurzen, gespielt argwöhnischen Blick auf ihre Handtasche. "Wieso brauchst du sie dann?" Finn legte fragend den Kopf schief und lächelte ihr Lächeln. "Erklär's mir."
Zunächst sagte Ella kein Wort und blickte ihn nur lange Zeit an.
Plötzlich wurde sie rot und sah zu Boden. //Was ist denn jetzt los?//, dachte Finn erschrocken, doch dann sagte sie doch etwas: "Na erstens habe ich keine Hosentaschen. Und zweitens sind die Taschen an meinem Rock zu klein." Dabei zeigte sie auf ihren dunklen Rock. //Recht hat sie ja.// "Das mit dem Umbinden finde ich unangenehm." //Okay, ist ein Argument.//
Plötzlich sah Ella wieder auf, was Finn unbeabsichtigt wieder zum Lächeln brachte. Immer, wenn sie ihn ansah, musste er lächeln - ob er das in diesem Moment wollte, oder nicht.
"Und wenn ich schonmal eine Tasche dabei habe, kann ich das Omniglas ja auch gleich da rein packen. Klingt doch logisch, meinst du nicht?", fügte sie hinzu und lächelte ihn an.
"Jaaahaaa", sagte Finn langgezogen und grinste dann. "Schlagende Argumente hast du. Da habe ich keine Chance."
Er sah um sich herum, dass viele Hexen und Zauberer in die gleiche Richtung wie sie strömten und langsam wurde auch Finn hibbelig. Die Quidditch-WM stand kurz bevor und er drückte Ellas Hand, während er etwas schneller ging.
"Gleich geht's los!", sagte er voller Vorfreude und seine Augen begannen zu leuchten.
Auch Ella war nun beinahe genauso aufgeregt wie Finn und sagte fröhlich: "Das ist der reinste Wahnsinn! Siehst du es? Da hinten. Oh WOW! Das ist so...cool!"
Natürlich sah er es, denn das Stadion kam nun endgültig in Sicht, und Finn musste schlucken. Jetzt im Nachhinein wünschte er sich, er wäre doch mit seiner Schwester, Sirius und Co. gestern Abend mitgegangen.
//Ohne diesen Trubel heute war es bestimmt auch schon mehr als klasse...//
"Echt genial", brachte er hervor und zusammen mit Ella schlug er sich weiter durch die Menge.
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Re: PP RPG: Zusammenfassung

Beitrag: #277 Nachtwandlerin
Sa 7. Nov 2015, 01:07

15. James Potter
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(Geschrieben von Emma)

James hob die Hand zum Abschied und grinste "Bis zum Spiel." Dann verschwand auch er mit einem 'plop' (Poof xD)
Im nächsten Augenblick war er auch schon im Zelt von Lily, Alice und Phil. Sie aßen wohl gerade noch ihr Frühstück - passte doch gut. Auch Miley und Eva waren hier. (Sirius ja sowieso.)
"Guten Morgen allerseits!", sagte James und legte zwei seiner drei Portionen auf den Tisch.
Alice und Phil begrüßten ihn und Sirius. Statt einer Begrüßung sagte Lily: "Das war tatsächlich ernst gemeint."
//Natürlich.//
"Soll das etwa heißen du hast das für einen Witz gehalten?", lachte Sirius, "Wir Rumtreiber scherzen nie." Dann nahm sich Tatze eine Currywurst und setzte sich aufs Sofa. //Wie wäre es mit einem Stuhl?//, dachte James, setzte sich dann aber einfach zu Sirius, //Wenn wir Flecken machen, sind sie schuld...//
Lily schüttelte den Kopf und ihr rotes Haar wippte hin und her... "Wir gehen übrigens jetzt gleich schon mal los.", meinte sie und James begann schneller zu essen. Sicher war sicher. Nicht, dass er noch die anderen zwei Portionen mitschleppen musste. Das wäre nur unnötiger Ballast auf der WM.
"Und, schmeckt's wenigstens?", fragte Remus und grinste, "Wir hatten auch ein ziemlich tolles Frühstück, dank Lily, Alice und Phil." //Danke, ich hätte auch gerne mit Lily gegessen, aber nein, das Liebespaar hat es verhindert.//
Miley nickte zustimmend und dankte Lily.
"Klar schmeckts.", sagte Sirius dann auf Remus frage. Tatze begann schon mit seiner letzten Portion und auch James nahm sich die letzte Currywurst. Das war ein gutes Frühstück, wirklich.
Lily fragte die Leute am Tisch, ob alle fertig waren, damit sie schonmal abräumen konnten.
James hatte gerade das letzte Stück gegessen, als Sirius fragte, wer denn die Karten habe.
//Moony natürlich. Da sind sie am sichersten...//, dachte er sich und Remus antwortete auch schon: "Ich. Also nicht im Moment, aber sie liegen im Zelt in meiner Reisetasche."
James stand auf, um seinen Müll wegzuwerfen, während sich Remus nach Finn und Ella erkundigte.
"Ja, aber heute morgen war es...", sagte Miley und stockte kurz. Sie warf einen Blick zu Eva. "... durcheinander. Also habe ich nicht viel von Finn heute gesehen. Aber er dürfte mit Ella unterwegs sein. Keine Ahnung also, ob sie mitgehen wollen. Wisst ihr was?", fragte sie ihn und Sirius.
James nickte "Vorhin haben wir sie getroffen, als wir bei den Essensständen waren." Dann ging er in die Küche um seine Pappteller wegzuschmeißen.
"Hey!", schrie Sirius hinter ihm her, "Nimm meinen auch mit!"
James schnaubte, drehte aber auf halbem Weg um und ging zurück zu Sirius. //Igitt, da quillt ja alles raus. Ein Wunder, dass das Sofa nichts abbekommen hat.//, dachte er grinsend als er seinen Müll vorsichtig entgegen nahm.
"Sei froh, dass du so einen netten Freund wie mich hast.", meinte er und machte sich wieder auf den Weg in die Küche.
James war in der Küche und warf das Zeug weg.
"Weißt du was Evans?", hörte James Sirius sagen, "Ich glaube wir werden demnächst viel mehr Zeit in deiner Nähe verbringen. Krone ist dann immer plötzlich so zuvorkommend. Das gefällt mir."
//Haha. Immer werd ich das sicher nicht machen.//
Lily sagte dazu nichts, zumindest hörte James nichts, und so kam er wieder zurück. Er setzte sich nochmal aufs Sofa.
"Lily? Für was brauchst du eine Tasche im Stadion?", fragte James sie und zog die Augenbrauen nach oben, "Die wird da eh nur geklaut."
"Wieso Frauen Handtaschen brauchen wirst du eh nie verstehen. //Da hat sie wohl recht.// Und ich passe schon auf, dass sie nicht geklaut wird. Zufällig kenne ich da einen praktischen Spruch.", sagte sie provozierend und schaute kurz zu ihm. Dann strich sie sich die Haare aus dem Gesicht und packte ihre Tasche weiter.
Was hatte er denn bitte falsches gesagt, dass sie gleich so auf Angriff überging? Er hatte nur freundlich auf Taschendiebe aufmerksam gemacht.
"Schon gut.", sagte James beschwichtigend und hob die Hände, als ob er sich ergeben würde, "Ich frage nie wieder etwas über deine Handtasche."
Lily lachte leise und sagte:"Ist auch besser so, glaube ich." Ihr Lachen war das schönste, was er je gehört hatte. Er liebte es - wie alles an Lily Evans.
"Okay, also von mir aus kann's losgehen.", sagte sie und nahm ihr Tasche. Abwartend lächelte sie in die Runde und Remus ergriff das Wort. "Von mir aus, auch. Aber ich muss noch schnell unsere Eintrittskarten holen gehen.", sagte er und wandte sich dann an Sirius und James, "Kommt ihr mit?"
"Ja, warum nicht.", antwortete Sirius und stand sofort auf.
James zuckte mit den Schultern. "Von mir aus." Als ob der Weg zum Zelt so weit wäre, dass Moony nicht allein gehen könnte. James stand auch auf und ging zum Zelteingang. "Darf ich bitten?", sagte er betont elegant zu Remus und Sirius, während er ihnen die Plane zur Seite hob, sodass sie durchgehen konnten. Er machte eine schwingende Handbewegung um den Weg anzudeuten und konnte sich dann ein Grinsen nichtmehr verkneifen.
"Danke, danke.", grinste Sirius und stolzierte so weiblich wie möglich an James vorbei. Remus ging einfach nur grinsend aus dem Zelt und James verließ es als Letzter.
"Dieser Schritt steht dir, Tatze!", rief Remus ihm nach und lachte. James stimmte in sein Lachen mit ein.
"Du siehst aus wie ein betrunkener Stroch.", stellte er fest und blieb vor dem Zelt stehen.
"Reingehen wirst du ja wohl noch alleine schaffen, Moony."
James würde jetzt sicher nicht da rein kriechen.
"Haha, du bist schon nach der ersten Nacht so kaputt, Krone? Wo soll das nur enden.", sagte Sirius kopfschüttelnd, "Ich sehe schwarz für dich, was die Wette angeht."
James zog herausfordernd die Augenbrauen nach oben "Oh bitte Tatze. Du selbst gehst ja auch nicht ins Zelt. Es wäre viel zu umständlich, weil Remus die Karten hat und ich ihm da drin eh nicht helfen kann."
Er sah aus den Augenwinkeln wie auch Lily und die ganzen anderen ihr Zelt verließen.
"Wieder da.", kam es plötzlich von Remus, der wieder aus dem Zelt gekrochen kam.
//Muggelzelte sind so ungemütlich und erbärmlich im Gegensatz zu magischen Zelten.//
"Musstest du die Karten erst noch basteln, oder wieso hat das so lange gedauert?", fragte Sirius grinsend, doch James hatte sich schon wieder zu Lily (und Konsorten) umgedreht. Lily und Alice kamen gerade etwas näher zu ihnen. "Seid ihr soweit? Können wir?", rief Moony und Lily antwprtete: "Ja, kann losgehen! Wir sollten uns ein bisschen beeilen, finde ich."
Alice rief noch irgendwas zu Philip, was James aber nicht interessierte. Er lächelte Lily zu.
"Willst du deine auch haben?", fragte Remus und James drehte sich zu ihm. "Hm? Karte?", fragte er und fügte dann eilig hinzu, "Achja. Danke." Er nahm Moony die Karte ab und steckte sie in seine Hosentasche.
Dann ging er, die Initiative ergreifend, einfach los.
Sirius war der erste, der hinter ihm her kam. Er wedelte mit irgendetwas vor James Nase herum und sagte aufgeregt: "Krone. Es ist bald soweit."
Da James aber noch mit seinen Gedanken bei Lily war, verstand er nicht was Sirius meinte. Er sah ihn verständnislos an. Was war bald so weit?
"Wa-ahhh!", noch bevor er seine Frage fertig stellen konnte, hatte er verstanden. Die Quidditch Weltmeisterschaft! Natürlich! Der Grund, aus dem er überhaupt in einem Zelt schlief! Weswegen er eine Karte brauchte. Logisch!
James Augen weiteten sich. "JAAA! Das erste Spiel der Weltmeisterschaft!", sagte jetzt auch er aufgeregt, "Das wird das beste überhaupt!!"
"Sowieso", sagte Moony grinsend, der die beiden inzwischen aufgeholt hatte.
"Was meint ihr, wer heute gewinnt?", fragte Sirius.
James wurde mit jedem Schritt aufgeregter. Über die WM vergaß er sogar Lily für einen Moment. "Definitiv Irland.", anwtortete er sicher auf Sirius Frage. Er hatte jede Mannschaft genaustens analysiert. "Bulgariens Verteidigung ist viel zu schwach. Klar, sie haben einen recht guten Sucher aber gegen Irland sind sie nichts."
Er konnte es kaum noch aushalten. Weltmeisterschaft!! Etwas besseres hatte er noch nie erlebt.
Sirius stimmte James zu: "Ich meine der irische Suche ist zusätzlich auch noch um einiges besser als der bulgarische." //Eben.// "Überhaupt sind die Iren dieses Jahr die stärkste Mannschaft, finde ich." James nickte eifrig. //Ja, sind sie.// "Spitzenjäger, ein ertklassiger Sucher und auch die Treiber sind großartig. Nur der Hüter..." //Der muss sich eben ranhalten!// "naja, schlecht ist er auch nicht. Und selbst wenn, bei der Mannschaft haben die anderen dieses Jahr trotzdem wohl kaum eine Chance."
James machte gerade den Mund auf um zu fachsimpeln als - "Bei Merlin!" - Sirius hob ihn am Arm fest und James blieb ebenso plötzlich stehen wie Tatze und Moony. "Guckt euch das an."
Und dann sah James, was Sirius meinte. Das Stadion. Im dunkeln hatten sie es ja schon gesehen, aber bei Tag sah es noch viel eindrucksvoller auf.
"Würgende Wasserspeier.", war das Einzige, was James herausbrachte. Das Stadion war wirklich gewaltig. Und die ganzen Zauberer und Hexen die sich reindrängten...Es schienen Tausende, nein, Millionen zu sein. Und doch würden sie alle in das Stadion passen. Faszinierend.
"Wahnsinn.", hörte James Lily flüstern. Er starrte wie angewurzelt auf das Stadion, doch Sirius schien es nicht mehr erwarten zu können. Er ging los und rief: "Kommt! Schnell!"
Das lies sich James natürlich nicht zweimal sagen und er ging ihm gleich hinterher. Auch Remus folgte und überholte die beiden sogar am Eingang.
"Irland wird's heute machen. Hoffe ich einfach mal.", sagte er und zeigte dem Wächter seine Karte. Er ging durch und Sirius folgte ihm. "Natürlich." Jetzt begann der Wächter auch noch mitzumischen.
//Jaja...//, dachte James und zeigte dem Mann schnell seine Karte, //Jetzt reicht's mit dem Smalltalk!//
Auch er wurde durchgelassen und stürmte gleich ein paar Stufen hoch (zumindest so wie man in dem ganzen Gedränge 'stürmen' konnte. Es war wohl eher ein bisschen drängeln.)
In seinem Ansturm auf die oberen Reihen wurde James plötzlich gebremst. Jemand zog ihn am T-Shirt zurück und meckerte: "Ey, warte auf mich." Tatze. Wer auch sonst?
Sirius entschuldigte sich noch bei jemandem, bevor er und James weiter gingen. "Weißt du, ob MacFarlan jetzt eigentlich die Position von Watkins in der Schottischen Mannschaft übernommen hat, oder nicht?", fragte Tatze und James wollte gerade antworten, als Remus etwas von den oberen Reihen rief: "Dann wäre ein Spiel 'Irland gegen Schottland' natürlich super-spannend!"
Die beiden führten ihr Gespräch fort und James hatte weder die Chance nocht Lust darauf einzugehen. Er musste es irgendwie hinbekommen neben Lily zu sitzen.
Remus und Sirius hatten sich schon gesetzt. James blieb unschlüssig vor der Reihe stehen. //Freiwillig wird sie sich wohl nicht neben mich setzten. Aber ich muss auch neben Tatze und bei Moony sitzen. Sonst ist das Spiel gelaufen. Mist.//
Da er schon sah wie Lily und Alice näher kamen, setzte er sich einfach neben Sirius. //Die Hoffnung bloß nicht aufgeben...//
"Da! Und neben ihm sitzt McGonny!",schrie Tatze gerade durchs halbe Stadion.
"Was?",fragte James und schaute in die Richtung, in die auch seine beiden Freunde starrten. Und da saßen sie: Dumbledore und McGonagall. Tatsächlich.
"Tja.", grinste James, "Sowas lassen sich selbst die Lehrer nicht entgehen." Er wandte sich zu Sirius. "Übrigens spielt MacFarlan wirklich."
"Woher weißt du das?", fragte ihn Sirius erstaunt, aber auch ein wenig verärgert. James verdrehte die Augen. //Bei Merlin, das hab ich ihm doch gesagt als er-//
Plötzlich begann Tatze wie wild herumzufuchteln während er "Ich meine, das kannst du gar nicht wissen. Das ganze ist doch offizielle noch immer nicht zuende verhandelt. Oder?" sagte. James schaute ihn leicht verstört an. Was war denn jetzt schonwieder los?
"Ich habe es dir ein Tag vor der Abreise gesagt.", meinte James mit hochgezogenen Augenbrauen, "Du hast schon-" Er schaute zu Lily, die sich gerade neben ihn setzte und zu Alice sagte, dass sie hier eine wirklich gute Sicht hatten.
James lächelte den beiden Mädchen zu (hauptsächlich natürlich Lily) "Ja, die Plätze sind echt perfekt." //Vorallem weil Lily tatsächlich neben mir sitzt!// "Besser haben es wohl nur die in der Ehrenloge."
James bemerkte Sirius Verhalten gar nicht. Er hörte weder seine Frage "Was habe ich?", noch sah er, dass Tatze sich beleidigt von ihm wegdrehte und demonstrativ ein Gespräch mit Remus begann.
Er konzentrierte sich völlig auf Lily (und natürlich Alice).
"Da könntest du tatsächlich Recht haben.", stimmte Alice zu und Lily nickte. Sie schaute auf ihre Uhr und wandte den Blick dann zu McGonny und Dumbi.
"Ob das Spiel wohl pünktlich startet...?", überlegte sie laut.
"Das hoffe ich doch.", meinte James leicht empört, "Es würde sicher einen riesen Aufstand geben, wenn sie das Spiel verzögern."
//Vorallem Sirius und ich wären ganz vorne dabei...//
"Vermutlich.", sagte Lily kurz und wechselte ihre Sitzposition. Natürlich. So wenig mit 'Potter' reden wie möglich.
James seufzte leise und warf einen kurzen Blick zu Sirius, der noch immer mit dem Rücken zu ihm saß. Krone wollte ihn gerade anstupsen, als Lily wieder etwas sagte: "Sie können ja auch unmöglich auf alle Zuschauer warten. Wenn es heißt um 11:00 beginnt das Spiel, dann beginnt es auch um 11:00. Also, noch 6 Minuten."
James wandte sich wieder ihr zu und nickte zustimmend. "Sehe ich genauso. Nur wegen Leuten die trödeln, sollte man die Mehrheit nicht warten lassen!"
Lily lächelte ihm kurz zu und drehte sich dann weg. //Oh, danke. Freundliche Ablehnung. Verdammt...//
James lauschte dem Gespräch von Alice und Lily, während er seinen Blick über das Spielfeld schweifen lies. Sie unterhielten sich über den Hüter der irischen Mannschaft. Sie fanden, dass er gut aussah.
//Waaaasss? Ist ja wohl nicht ihr ernst.// James schnaubte. Der Typ sah nicht gut aus (fand James zumindest). Er sah aus wie ein herumstolzierender Storch.
Pff. Jetzt war dieser Typ James unsympathisch.
Aber andererseits hätte Lily nie Chancen bei ihm. Er war viel zu bekannt, da würde er wohl kaum auf einen Fan in dieser Weise aufmerksam werden. Ganz abgesehen davon, war er zu alt für Lily. Sie meinte das sicher nicht ernst.
"Also meinem Gefühl nach müsste es jeden Moment losgehen.", sagte Tatze und James schaute zu ihm und grinste. "Ich hab es dir einen Tag vor der Abreise gesagt. Aber ich glaube du hast schon geschlafen. Stand im Tagespropheten. Der Artikel liegt jetzt in meiner Schublade am Schreibtisch.", erklärte er schnell noch.
"Hey, Sirius, James, Remus! Weiß einer von euch, wer das Spiel kommentiert?", rief plötzlich jemand in der Menge. Finn?
James schaute sich suchen um, und entdecke ihn schließlich auch ein paar Reihen weiter unten. Er grinste.
"Wie kannst du das vergessen?!", schrie er über die Leute hinweg, "Es ist-"
-PLOPP-
Man hörte jemanden apparieren - im ganzen Stadion - und dann erschien in einem extra Abteil, genau gegenüber von ihnen, eine lächelnde Hexe.
James schaute mit großen Augen zu ihr. Es ging los!
"Willkommen liebe Zuschauer!", sagte sie und hielt sich den Zauberstab an den Hals, "Willkommen zur *was-auch-immer-für-ne-Zahl-hier-einfügen xD* Quidditch Weltmeisterschaft!" Jubelschreie aus allen Ecken. Aber James schrie nicht mit.
Bei ihm hatte es plötzlich klick gemacht. Er kannte diese Frau! Und er mochte sie nicht.
"Leute!", sagte er geschockt und packte Sirius am Arm, "Das ist Bertha Jorkins. Die Schulspionin. Was macht die denn hier!?" Und schon bekam er seine Antwort:
"Da der ursprüngliche Kommentator leider verhindert ist, begleite ich sie heute durch das Spiel. Mein Name ist Bertha Jorkins und ich arbeite seit ein paar Jahren in der Abteilung für Internationale Magische Zusammenarbeit."
"Bei Merlins Bart!", stöhnte James, "Sie wird alles ruinieren!"
Bertha war drei Jahre mit ihnen auf der Schule gewesen und dafür bekannt, dass sie alles und jedem nachspionierte. Nicht nur Ausrutscher und Peinlichkeiten hatte sie bemerkt, sondern auch ein paar der Aktionen der Rumtreiber. Dabei war natürlich nicht zu vergessen, dass sie auch immer gepetzt bzw es weiter erzählt hatte. James fand sie schrecklich.
"Aber wieso kommentiert sie das Spiel? Wer würde gerade SIE als Ersatz auswählen? Und vor allem, was ist mit Pimpkins passiert?", plapperte Sirius drauf los.
Das waren gute Fragen. Die würde auch James gerne beantwortet haben.
"Aufgrund einer schwerwiegenden Krankheit, die ganz plötzlich bei dem ursprünglichen Spielkommentator Mr. Pimpkins auftrat, ist es mir heute einer Ehre Sie durch dieses Spiels geleiten zu dürfen."
//Ja! Diese Ehre hast du nicht verdient!//, dachte James bitter.
"Als ob er so krank ist, dass er keine Quidditch-WM kommentieren kann. Ich würde das sogar machen, wenn ich den Kopf unter dem Arm hätte.", meinte Moony, "Oder noch schlimmer: ganz kopflos wäre, wie Nick!" James nickte heftig.
"Genau das.", stimmte Tatze auch zu, "Irgendwas ist da fauler als Slytherins alte Socken. Niemand! Und schon gar nicht Pimpkins würde sich die Chance entgehen lassen ein WM Spiel zu kommentieren!"
Er bemerkte, dass Lily sich wieder zu ihnen gewandt hatte. Sie schaute die Jungen-Truppe tadelnd an und sagte: "Nun gebt ihr doch wenigstens mal eine Chance."
"Eine Chance? Sie wird alles ruinieren!", empörte sich James, "Sie kann sowas nicht. Sie kann nur eines: Geheimnisse, Peinlichkeiten und so Zeug verraten und weitersagen. Mehr nicht."
Es war einfach unmöglich, dass Jorkins das Spiel, das sein ganzes Leben bereichern würde kommentierte. Es war der reinste Albtraum.
"Ich wette, dass sie das ganze Spiel über nicht einen einzigen wichtigen Spielzug kommentiert sondern uns lieber etwas über das Privatleben der Spieler erzählen wird.", stimmte auch Tatze ihm zu.
Lily hob die Arme, als ob sie sich ergeben würde und wandte sich dann kopfschüttelnd an Alice.
"Und jetzt habe ich bereits soviel geredet, dass es doch langsam einmal Zeit wird, die Manschaften zu begrüßen! Hier kommt das irische Team!", rief Bertha.
Sofort wandte James den Blick auf das Spielfeld. Die irischen Spieler schossen in das Stadion und James starrte jedem einzelnen hinterher. //WOW. Ich will auch hier mitspielen!//, dachte er dann sehnsüchtig.
"Sie ist klasse oder?", sagte Remus und James fragte sich im ersten Moment wen er meinte, "Alle irischen Spieler sind spitze."
"Und wie die Frau klasse ist.", gab Sirius zur Antwort, "Und sie spielt richtig gut."
//Achso. Sie meinen wohl Annett Miller.//, dachte er dann. Ja, sie spielte wirklich gut. James nickte nur zustimmend.
"Und hier kommen die Bulgaren!", brüllte Jorkins und dann schossen auch die dunkelroten Spieler über das Feld.
"Da, da ist er!", rief Lily begeistert, "Er schwebt direkt vor dem Torring ganz rechts." James wandte sich um, um zu sehen wen sie meinte. Oh. Natürlich. Sie meinte diesen 'wahnsinnig gutaussehenden' Hüter. Der konnte James echt gestohlen bleiben.
Um das Geschwärme nicht mehr mit anhören zu müssen, schaute er wieder zu Remus, der sich gerade weiter über Jorkins beschwerte: "Sie redet tatsächlich nur über die Lebensgeschichte der Spieler! Das kann echt nicht wahr sein! Sie könnte einfach erzählen, wie lange die Jeweiligen schon Quidditch spielen und so weiter. Das interessiert doch, nichts anderes!" Da hatte er völlig recht. Sie redete nur unnützes Zeug, was keinen interessierte. Zumindest war es für James nicht relevant. Und für Remus offensichtlich auch. Sirius war bestimmt auch nicht davon begeistert und Finn würde sicher auch ihrer Meinung sein.
"Ich finde, dass du das Spiel kommentieren solltest.", sagte James zu Remus, "Dann wäre es um einiges interessanter als dieses Gelabere von Jorkins." Er verdrehte die Augen und schaute dann wieder auf das Spielfeld um die Spieler nochmal etwas zu betrachten.
"Hoffentlich ist sie mit dem Schwachsinn bald fertig, sonst fange ich an mich zu beschweren. Ich will, dass das Spiel endlich los geht."
"Was interessiert uns, dass der Hüter der Bulgaren 3-facher Vater ist?", fragte Sirius laut, "Sollte nicht langsam mal jemand das Spiel anpfeifen?!"
Und als ob Jorkins ihn hören würde: "Nun, meine Damen und Herren, Hexen und Zauberer, jetzt kommt der Moment, auf den wir wieder einmal vier Jahre gewartet haben!"
//Na endlich!! Wurde aber auch langsam Zeit!//, dachte James und rutschte gespannt auf seinem Sitz hin und her.
"Na endlich!", sagte auch Remus und Sirius gab ein langgezogenes "Jaaa." von sich. "Vier Jahre und Gefühlte 3 Stunden, während die Spieler schon auf dem Feld waren.", meine Tatze und James grinste.
Der eine Schiedsrichter piff das Spiel an, während der andere die Bälle loschießen lies.
Auf einmal ging alles ganz schnell und James hatte Mühe dem Spiel zu folgen. Doch schon nach ein paar Augenblicken schaffte er es, das Wichtigste im Auge zu behalten.
"Wow, das Spiel hat Tempo.", sagte Sirius und James nickte. "Jaah, ziemlich cool."
Er hatte gerade zu ende gesprochen, als Bulgarien schon die ersten Punkte machte. "Ohhh", beschwerte sich James lautstark, "Wo hast du denn hingeschaut!?"
Tja, gutes Aussehen half auch bei einem so blöden Fehler nicht. Wieso lies sich dieser Dummkopf auch von einem Klatscher so plötzlich aus der Ruhe bringen?
"Maaaan, was soll das? Pass besser auf!", beschwerte sich Remus und Sirius sprang auf.
Kurz darauf wurde der bulgarische Spieler auch schon von einem Klatscher getroffen, den Miller geworfen hatte. //Sehr schön!// James jubelte. "Gut so!", rief Moony begeistert.
Die Iren landeten jetzt ihre ersten Punkte. Diemal sprang Tazte auch auf, aber nur um mitzujubeln. James stimmte laut mit ein. "JAAA!! Weiter so Irland!"
Das Spiel fuhr fort und James hielt jetzt nach den beiden Suchern ausschau. Vielleicht entdeckte er ja sogar vor ihnen den Schnatz. (Was er aber für ziemlich unwahrscheinlich hielt bei diesem ganzen Geblinke außenrum von Scheinwerfern, Fotografen, blitzenden Omnigläsern im Licht und Sonstigem).
James schaute sich noch nach dem Schnatz um und erblickte gerade den irischen Sucher, als dieser auch schon wie von der Tarantel gestochen nach oben zischte. James folgte ihm mit seinem Blick und Remus rief: "Hat er ihn gesehen? Hat er den Schnatz gesehen?? Leute, sagt was!"
Nein, hatte er nicht. James hatte doch gerade alles um ihn herum abgesucht. Da war kein Schnatz.
"Ey Remus, er hat ihn gefunden, er hat ihn gefunden.", schrie Eva von unten. //Falsch...//
"Der blufft bloß.", meinte Sirius kopfschüttelnd (Miley stimmte ihm zu). Der irische Sucher verlangsamte seine Geschwindigkeit und flog wieder auf normaler Höhe, während Draganova an ihm vorbeisauste und weiter dem 'Schnatz' hinterherjagde. Remus stellte jetzt auch fest, das alles nur geblufft war und Sirius gab mit seinem 'fachlichen Wissen' an. James grinste und schaute sich das Spiel weiter an, das aber gerade nur ein dauerndes hin und her war.
Eva drehte sich zu Tatze um und sagte ihm irgendetwas von wegen, dass sie etwas trainieren müssten. Sirius stimmte zu und wandte sich dann lachend an James: "Hast du gehört, Kapitän? Kannst du dir schon mal notieren."
"Eva will lernen wie man blufft.", notierte er sich mit einer schwingenden Handbewegung auf einem imaginären Block. "Alles klar."
Das Spiel verlief erst ein bisschen langweilig, bis die Iren ein unerwartetes Tor erzielten. James sprang sofort auf und jubelte. Auch Remus und Sirius jubelten mit.
"Und das zweite Tor für Irland!" , fiel schließlich auch Jorkins auf. //Wieso gerade sie!?//, dachte James verzweifelt.
"Sie ist unfähig.", stellte Remus kopfschüttelnd fest. James lies sich wieder auf seinen Sitz fallen.
"Das hätte ich dir auch ohne diese Aktion gerade sagen können. Einfach ausblenden und das Spiel genießen. Vielleicht ist Pimpkins für das nächste Spiel ja wieder fit.", meinte Sirius und James nickte "Hoffen wir das Beste. Nochmal halte ich das nicht mit ihr aus. Es ist schrecklich."
Die Iren erzielten ihr drittes Tor! Sirius war der Erste der aufsprang und zu jubeln begann: "Jeeeeaaaaaaaaaaaaah!!!!"
James und Remus spangen quasi gleichzeitig auf. Sirius hatte auch schon die Arme um ihre Schultern gelegt und nun hüpften und jubelten sie gemeinsam mir den anderen Irland-Fans.
"Ohhjaa! Irland gewinnt, Irland gewinnt!", rief James überglücklich und wollte sich gerade wieder hinsetzten als der irische Sucher etwas unter ihnen über die Reihen zischte. "Schnatz!", brüllte James und sprang wieder hoch.
"Ich denke, der Schnatz wurde gesichtet!", rief Jorkins. Anscheinend passte sie jetzt besser auf. Aber das half ihr auch nichtmehr. James hasste sie als Kommentatorin.
Jetzt schoss auch der bulgarische Sucher zu dem irischen.
"Der Schnatz!", rief Sirius und Remus blickte sich panisch um "Wowowowooo?" rufend.
James schaute den beiden Suchern und dem Schnatz wie in Trance hinterher //Los Irland...Irland...gewinnt...!//. Das ganze Stadion war ruhig und die Spannung fast unerträglich. Bestimmt würde jeden Moment jemand gewinnen. Und wer den Schnatz fing, hatte nunmal das erste Weltmeisterspiel gewonnen. //Irland...Irland...Irland..//, betete James in Gedanken.
Doch plötzlich - "Der Schnatz ist weg!", meinte Remus und auch James sah kein Glitzern mehr. Der irische Sucher bremste ab. "Wieso ist er weg?", fragten Remus und James gleichzeitig. Er musste grinsen und schaute dann zu seinen Freunden. "Wie kann das bitte sein?", fragte er die beiden verständnislos, "Er kann nicht einfach verschwinden..."
"Wo ist er hi-", begann Sirius, aber dann zeigte der irische Sucher endlich den Schnatz. Er hatte ihn gefangen! Sofort sprang James wie wild auf und ab und jubelte aus vollem Hals.
Sogar Jorkins hatte es früh bemerkt (glücklicherweise).
"Sie haben es verdient!", hörte er Remus irgendwo zwischen all dem geschreie, "Sie haben einfach besser gespielt, sie haben die genialeren Spieler. Die Iren werden's machen!"
"Natürlich werden die Iren es machen!!", rief James überglücklich, "Die Iren sind die Besten!" Und dann jubelte er weiter.
Nach und nach leerte sich dann das Stadion. "Die nächsten Spiele mit den Iren werden immer besser werden.", verkündete James so, als ob es seine eigene Mannschaft wäre. "Sie sind genial."
//Ich hab hunger nach der ganzen Aufregung...Wir müssen und gleich mal was zu essen besorgen.//, dachte James und grinste zu Sirius. "Hast du auch hunger oder bin ich der Einzige hier?"
Als ob ihn sein Hunger gleich umbringen würde, schaute Sirius zu James und legte sich dann eine Hand auf den Bauch. "Ja. Schrecklichen.", brachte er hervor und sprang schon an Alice und Lily vorbei, die mit ihnen so ziemlich die Einzigen hier drin waren.
"Wir gehen was essen.", verkündete James nochmal offiziell zu den Mädchen und Remus, "Wenn ihr wollt, könnt ihr mitkommen." Dann folgte er Sirius langsam, weil er ja an Lily vorbei musste. Vorsichtig drängelte er sich bei den Mädchen vorbei und hatte das Gefühl jeden Moment vor Glück zu platzen. So nah war er Lily wohl noch nie gewesen.
Grinsend wie ein Honigkuchenpferd landete er schließlich bei Sirius. "Jaah...Wir können gehen...", sagte er verträumt.

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Re: PP RPG: Zusammenfassung

Beitrag: #278 Nachtwandlerin
Sa 7. Nov 2015, 01:09

16. Bellatrix Lestrange
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Rodolphus saß auf einem Stuhl direkt vor diesem Nichtsnutz von einem Schlammblut. Mit sturem Blick starrte er ihm durch seine Maske in die Augen.
Bellatrix lehnte an der Wand des düsteren Raumes und spielte mit ihrem Zauberstab, ließ ihn durch die Luft wirbeln und fing ihn zwischen zwei Fingern wieder auf.
Das Schlammblut war an einen Stuhl gefesselt und sie hatte es persönlich nach einiger Zeit mit einem Zauber zum Schweigen gebracht.
Anfangs war es ja noch ganz unterhaltsam gewesen sein Flehen und Betteln zu hören. Aber irgendwann war es ihr auf die Nerven gefallen.
Jetzt herrschte absolute Stille und sie liebte diese Stille. Eine Mischung aus Angst und Macht. - Und sie war es, die Macht ausstrahlte.
Der Raum war nicht besonders groß. Trotzdem waren neben ihr und ihrem Gatten noch 5 weitere Todesser und Anhänger des Dunklen Lords anwesend. Unter ihnen, Narzissa, ihre kleine Schwester.
Sie alle trugen lange, schwarze Kapuzenumhänge und ihre Gesichter waren alle von der gleichen Maske verhüllt. Bellatrix wusste trotzdem genau, wer sich dahinter verbarg.
Auch sie trug Umhang und Maske. Aber nicht aus Furcht erkannt zu werden, wie es einige andere hier taten. Nein, sie trug sie auf Befehl ihres Meisters. Sie trug sie nur, weil er es wünschte.
Rodolphus richtete seinen Zauberstab auf das Schlammblut und der Mann zitterte voller Panik. Er löste den Knebelfluch und sogleich war ein leises Wimmern zu hören. Erbärmlich.
Narzissa stand ganz in ihrer Nähe. Bellatrix konnte sie schneller atmen hören, als das Wimmern erklang. Sie hatte sich in die Schatten gedrückt, als hoffte sie mit ihnen zu verschwimmen.
Bellatrix drehte ruckartig den Kopf zu ihrer Schwester, sah ihr direkt in die Augen und machte dann mit der Hand eine schnelle Bewegung zu sich. //Komm her Zissy.//
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